Die GRÜNE JUGEND Bayern wird sich Anfang 2011 ganz dem Thema Netzpolitik widmen. So wird auch der nächste Landesjugendkongress, der vom 8. bis zum 10.4.2011 in Würzburg stattfindet, sich maßgeblich mit den Chancen und Herausforderungen neuer Medien beschäftigen. Dort soll auch der Leitantrag, der den bisherigen Titel „Partizipation on- und offline“ trägt, debattiert und abgestimmt werden.

„Es war höchste Zeit das Thema auf unsere Agenda zu setzen. Wir wollen zeigen was junggrüne Netzpolitik heißt.“, meint Joel Kh. Keilhauer, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern: „Um ein paar Beispiele zu nennen: Die Rufe nach (kosten)freier Software wird immer lauter. Hier beruht aber nicht alles auf der Großzügigkeit der Entwickler. Die Auftragsgeber einiger dieser Software sind große Internetkonzerne die ihr Geld mit der Auswertung und dem Verkauf von Nutzerdaten verdienen. Aber wie weit darf diese Datengier gehen und unter welchen Umständen kann einE BürgerIn zum oft genannten „gläsernen Menschen“ werden? Auch werden durch die angeheizte Diskussion um Vorratsdatenspeicherung, Internetsperren und die von der bayerischen Landesregierung eingesetzten SchülerInnendatenbank die Stimmen lauter, zu klären welche Mittel der Staat nutzen kann und welche Einschränkungen durch das informationelle Selbstbestimmungsrecht er hinnehmen muss.“

Lena Weithofer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Würzburg, berichtet: „Es ist eine Freude für die GRÜNE JUGEND Würzburg Gastgeberin für Landesjugendkongress sein zu dürfen. Gerade da es sich bei Netzpolitik um ein so zukunftsträchtiges und immer wichtigeres Thema handelt. Des weiteren ist es eine große Chance Frauen für dieses Thema zu mobilisieren. Die Tatsache, dass die Hälfte aller Internetnutzenden Frauen sind, allerdings die Inhalte zu 90% von Männern gemacht werden führt dazu, dass das Internet sehr frauenfeindlich sein kann. Das Netz muss zu einem frauenfreundlichen Raum gemacht werden!“