Vergangene Woche kündigte der Deutsche Kulturrat die Aufnahme des G.A.M.E.-Verbandes, des Bundesverbandes der Entwickler von Computerspielen, an. Die GRÜNE JUGEND Bayern begrüßt die Aufnahme des Computerspieleverbandes in den Kulturrat ausdrücklich.

„Computerspiele sind ein Kulturgut wie jedes andere auch.“, erklärt Swantje Fischer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, „Niemand würde heute noch auf die Idee kommen, Comics verbieten zu wollen. Doch ist die heutige Situation, in der Computerspiele sich befinden, mit der von gezeichneten Geschichten in den 1950’er Jahren vergleichbar.“

„Neben Programmierern sind an der Produktion von Computerspielen auch Vertreter typischer Künstlerberufe beteiligt wie zum Beispiel Drehbuchautoren, Grafiker oder Komponisten.“, meint Stefan Christoph, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern weiterhin, „Das verbreitete Klischee, Computerspiele würden generell zu Gewalttaten motivieren oder sozial entfremden ist nicht haltbar. Gewalttaten werden höchstens durch eine zu lasche Prävention oder eine mangelnde Integrationsbereitschaft – auch durch staatliche Stellen – verursacht; nicht aber durch Computerspiele!“
Die GRÜNE JUGEND Bayern spricht sich auf Grund dessen für eine weitere Akzeptanz von Computerspielen in der Kulturbranche aus und fordert PolitikerInnen wie Günther Beckstein dazu auf, Computerspiele künftig nicht mehr als Sündenbock für die fehlgeschlagene Jugendpolitik der Staatsregierung zu missbrauchen.