Schon zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit starteten Nazis am Samstag, den 21.01.12, einen Aufmarsch gegen das selbstverwaltete, antifaschistische Kafe Marat. Dieser wurde durch mehrere Gegendemonstrationen und Blockaden erfolgreich gestoppt.

„Die kurzfristige Ankündigung von Aufmärschen ist den Nazis in letzter Zeit ein beliebtes Mittel geworden, um großen antifaschistischen Gegendemonstrationen vorzubeugen. Die Grüne Jugend München hat sich dafür eingesetzt, dass dieses Mittel seinen Zweck verfehlt“, erklärt Charlotte Roderer, Sprecherin der Grünen Jugend München.

Dominik Krause, Sprecher der Grünen Jugend München, berichtet: „Trotz der sehr kurzfristigen Ankündigung traten am Samstag mehrere hundert Menschen dem Naziaufmarsch entgegen. Aufgrund einer Blockade in der Lindwurmstraßekonnten die Nazis ihr Ziel, das Kafe Marat in der Thalkirchner Straße, nicht erreichen. Das ist ein klarer Erfolg des antifaschistischen Gegenprotest!“

Das Durchdringen bis zum Sendlinger Tor war nur wegen eines massiven Polizeieinsatzes gegen die Gegendemonstrantinnen und -demonstranten möglich. Die Grüne Jugend München kritisiert das unverhältnismäßige Polizeiaufkommen und die unnötige Gewalt, welche eindeutig von den Einsatzkräften ausging. Es ist nicht akzeptabel, dass über 700 Polizeikräfte den Weg für den Aufmarsch von circa 100 Neonazis mehrmals mit Gewalt gegen die Gegendemonstrantinnen und -demonstranten freiräumten.

Charlotte Roderer fügt hinzu: „Gerade, da Präsenz und Aktivität der Münchner Neonazis nicht zu unterschätzen sind und deutschlandweit aktuell über rechten Terror debattiert wird, ist eine weltoffene Stadt wie München auf antifaschistischen Protest angewiesen. Das Kafe Marat leistet hierzu einen wichtigen Beitrag, weshalb sich die Grüne Jugend München mit dem selbstverwalteten Jugendzentrum solidarisiert.“

Die Grüne Jugend München wünscht sich, dass sich in Zukunft noch mehr Menschen für ein vielfältiges und buntes München einsetzen. Kein Fuß breit dem Faschismus!

von Grüne Jugend München