Bei der Podiumsdiskussion „Demokratie versus Klimaschutz?” organisiert von der GRÜNEN JUGEND München und dem Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik (DNWE) am 31.3.2011 in der Hochschule für Philosophie waren rund 100 BesucherInnen. Margarete Bause, MdL BÜNDNIS 90/Die Grünen, Prof. Dr. Felix Ekardt, Lehrstuhl für Rechtsphilosophie an der Universität Rostock, Bernhard Pötter, Journalist und Dr. Michael Reder, Hochschule für Philosophie München diskutierten auf dem Podium. Frank Sprenger, sustainable ag, moderierte die Veranstaltung.

„Wir haben uns über die vielen BesucherInnen sehr gefreut. Uns war es wichtig, die Menschen für das Spannungsverhältnis zu sensibilisieren und Informationen weiterzugeben. Besonders schön war, dass so viele junge Menschen gekommen sind.” erklärt Mattia de Virgilio (Vorsitzender Grüne Jugend München) und führt weiter aus „das lag sicher unter anderem an der interaktiven Gestaltung des Abends. Nach der Podiumsdiskussion gab es noch die Möglichkeit mit den ReferentInnen in Kleingruppen weiter zu diskutieren. Diese Chance haben sehr viele genutzt und es entspannten sich interessante Debatten bei leckerem Bioessen.”

Die Diskussion drehte sich um vier Hauptfragen: Bedroht der Klimawandel die menschliche Existenz?, Reagiert die Menschheit angemessen darauf?, Ist die Staatsform für einen Umgang entscheidend? und muss sich unsere Demokratie verändern? Es entwickelte sich eine teils kontroverse Diskussion. Das der Klimawandel eine Bedrohung für das heutige Leben ist war auf dem Podium unbestritten. Bemängelt wurde, dass die Menschen nicht angemessen darauf reagieren, obwohl sie über genug Wissen verfügen. Die Wichtigkeit der Staatsform wurde von den DiskutantInnen unterschiedlich bewertet, jedoch wurde die Veränderung unserer repräsentativen Demokratie hin zu mehr aktiver Partizipation von BürgerInnen prinzipiell unterstützt.

Fachlich war die Diskussionsrunde auf sehr hohem Niveau. Es war sehr spannend, die unterschiedlichen Blickwinkel der DiskutantInnen auf die Thematik zu erfahren.” meint Kristin Vorbohle (Organisatorin) und ergänzt „Bei einem Punkt waren sich alle einig: Auf dem Papier ist der Klimawandel sehr leicht zu lösen: Die Menschheit muss den Treibhausgasausstoß radikal senken. Nur an der Umsetzung hapert es gewaltig. Unterschiedliche Interesse der Staaten, keine verbindlichen Regeln auf internationaler Ebene, mangelndes Bewusstsein der Menschen und der Zeitfaktor sind Gründe dafür, dass man bisher nicht von erfolgreicher Klimapolitik sprechen kann. Der Abend hat wieder einmal klar gemacht, wie viel noch zu tun ist.”

Die Podiumsdiskussion wurde von Jana Kehl, Mattia de Virgilio, Sarah Wetzel und Katharina Schulze (Grüne Jugend München), Kristin Vorbohle und Jonas Gebauer (DNWE), sowie Sebastian Weißenburger organisiert. Die OrganisatorInnen danken ihren Sponsoren für die Unterstützung.

von GRÜNE JUGEND München