Es musste sein, es war wichtig: Die GRÜNE JUGEND Schwaben protestierte am Samstag, dem 5. Juni, gegen den Leistungsdruck, der im aktuellen Bildungssystem vorherrscht. Der ist so nicht mehr in Ordnung, ist untragbar, schlicht: böse. Im G8, in den Bachelor- und Masterstudiengängen, und an noch so vielen anderen Punkten muss mensch zu viel arbeiten, so viel, wie sie oder er es gar nicht kann. Und das wollen wir nicht. Deswegen folgende Aktion:

Ein paar GJler_innen legten sich am Eingang von Kemptens Fußgängerzone auf den Boden, sie wurden mit Kreide umrandet, die Köpfe wurden mit Büchern beladen. „Erschlagen vom Leistungsdruck“ waren sie, bzw. sie stellten es dar. Die Kemptener_innen mussten durchlaufen, sie wurden auf die Problematik aufmerksam gemacht, und gerade das gelang gut: Wir konnten mit vielen reden, bekamen viel Zuspruch, die Ablehnung für unsere Aktion hielt sich in Grenzen. Und das in Kempten. Im Allgäu, wo die GRÜNE JUGEND bis vor ein paar Monaten, genauer gesagt bis zum Allgäutreffen im April, noch so überhaupt nicht aktiv war, dass wohl selbst die Existenz der Organisation wenigen gerade jungen Leuten bekannt war.

Doch damit kommen wir schon zum zweiten Ziel der Aktion: Mit solcherlei Protest soll es auch gelingen, GJ-Strukturen im Allgäu zu etablieren, es zu schaffen, dass junge, grün orientierte Menschen mit der GJ eine festen Ansprechpartnerin haben. Auch hierzu lassen sich Fortschritte erkennen: Nach dem Allgäutreffen tauchte auch so manches neue Gesicht zur Aktion auf. Was sehr schön ist und positiv stimmt: Schließlich wollen wir noch viele Aktionen im Allgäu machen, die nächste schon Ende Juli. Mensch kann mal hoffen, dass es dann ähnlich toll wird.

von Jakob Wunderwald