Unter dem Motto „Hindernisse aus dem Weg räumen – Chancengleichheit im Bildungssystem“ startet die GRÜNE JUGEND Bayern heute in eine Aktionswoche zur Bildungspolitik. Im Rahmen der bundesweiten Aktion „100 Tage – 100 Forderungen“ der GRÜNEN JUGEND will auch die GRÜNE JUGEND Bayern vom 17.06.-23.06. mit vielen bunten Aktionen für mehr Chancengleichheit im Bildungssystem auf die Straße gehen.

Dazu erklärt Korbinian Gall, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern: „In Bayern spielt das Elternhaus immer noch eine übergeordnete Rolle für den Bildungsweg der Kinder, so besucht nur ein sehr geringer Bruchteil der Kinder, deren Eltern keinen Hochschulabschluss haben, später selbst eine Hochschule. Aber auch der Druck, der auf heranwachsende Menschen zum Beispiel in den übertrittsrelevanten Jahrgangsstufen ausgeübt wird, widerspricht unserem Ideal eines humanistischen Bildungsansatzes. Wir wollen nicht länger zusehen, wie unser Bildungssystem von Hürden und Leistungsdruck dominiert wird. Deswegen bringen wir in dieser Aktionswoche unsere Kritik an der bayerischen Kultuspolitik kreativ auf die Straße.“

„Bildung ist und bleibt der Schlüssel für eine aktive Teilhabe an der Gesellschaft.“ fügt Anna Schmidhuber, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern,hinzu und fordert weiter: „Diese aktive Teilhabe darf niemandem verwehrt bleiben. Nachlässigkeiten bei den Schulreformen und engstirniges Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem bringen hier niemanden weiter. Die GRÜNE JUGEND Bayern fordert statt dessen längeres gemeinsames Lernen bis zur zehnten Klasse, personalisiertes Lernen und eine längst überfällige Abkehr vom Kopfnotensystem hin zu einem in Skandinavien bereits erprobten gemeinsamen Bewerten über Portfolios. Lernen muss endlich mehr als Prozess betrachtet werden. Wer rückwirkend nur bewertet, aber es verfehlt während dem Lernprozess immer wieder zu justieren geht fahrlässig mit seiner Verantwortung jungen Menschen gegenüber um.“