Zum Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau, kurz Weltfrauentag, am 8. März erklärt der Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Bayern:

Auch nach 101-jährigem Bestehen des Weltfrauentags sind wir noch lange nicht am Ziel: Gewalt gegen Frauen ist überall auf der Welt Alltag, 40.000 Frauen müssen in Deutschland jährlich aufgrund von Männergewalt in ein Frauenhaus fliehen. Ein großer Teil der Werbung ist sexistisch, Frauen werden in den Medien sehr oft objektisiert. Sexismus ist auch in der Arbeitswelt ein großes Problem: Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich 23% weniger als Männer, weltweit liegt 90% des Einkommens in den Händen von Männern. Die Vorstände der DAX-Unternehmen sind nur zu 3,7% von Frauen besetzt.

„Wir kämpfen für eine Frauenquote von 50% in Vorständen und Aufsichtsräten und das Ende der strukturellen Diskriminierung von Frauen. Die gesellschaftlichen Debatten sollten sich aber nicht nur auf Führungspositionen konzentrieren. Wir wollen endlich gleichen Lohn für gleiche Arbeit und dabei nicht noch ein weiteres Jahrhundert warten!“, erklärt Miriam Werner, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern.

Die GRÜNE JUGEND Bayern wird am 8. März für eine vollständige Gleichstellung der Geschlechter in allen Lebensbereichen auf die Straße gehen. Dabei solidarisieren wir uns besonders mit Frauen, die mehrfach diskriminiert werden. „Auch die Frauenbewegung besteht zu einem großen Teil aus der weißen Mittelschicht. Die Forderungen von Migrantinnen, Frauen mit Behinderung, Schwarzen Frauen sowie homo-, bi- und transsexuellen Frauen kommen hierbei leider oft zu kurz. Die Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen dieser Menschen müssen auch am Weltfrauentag stärker thematisiert werden. Es ist wichtig, gemeinsam gegen Ausbeutung, Unterdrückung und das Patriarchat zu kämpfen!“, fordert Frederik Schindler, frauen- und genderpolitischer Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern.

Florian Wilsch, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern ergänzt: „Mit stererotypen Merkmalszuschreibungen muss endlich Schluss sein! Wir wollen geschlechtliche Rollenbilder aufbrechen und dekonstruieren, das ist wichtig für die Auflösung von sexistischen und patriarchalen Strukturen. Daran arbeiten wir nicht nur am 8. März, sondern jeden Tag!“.