Die GRÜNE JUGEND Bayern klärt über die Praxis der Massentierhaltung auf und stellt die Alternative dar. Am Sonntag den 27. 2. 2010 finden ganz Bayern dezentrale Aktionen statt.
Die GRÜNE JUGEND Fürth, Ansbach, Weilheim-Schongau, Bamberg und München veranstalten gemeinsam jeweils eine Tierschutzaktion unter dem Titel: „(Bio -) Klasse statt Masse!“
Damit setzt die Jugend einen jahrzehntelange Kampf um artgerechte Tierhaltung fort, der auch heute von entscheidender Bedeutung für grüner Tierschutzpolitik, grüne Wirtschaftspolitik und der Nachhaltigkeit ist. Obgleich der Tierschutz mit dem Artikel 20a als Staatsziel im Grundgesetz verankert wurde, wird dieser fundamentale Anspruch in der Praxis noch nicht hinreichend umgesetzt.

„Heute muss vernetzt gedacht und nachhaltig gehandelt werden. Die industrielle Abfertigung von Lebewesen ist ein würdeloses Unterfangen. Wir wollen, dass alle Tiere artgerecht gehalten werden. Letztlich geht es dabei auch um uns,“ erklärt Florian Sperk (Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern) und erläutert: „Bioklasse in der Tierhaltung bedeutet nicht nur Tierschutz, Verbraucherschutz und gesunde Lebensmittel, sondern auch Wertschöpfung in der Region und weniger EU-Exportsubventionen, damit weniger Marktverzerrung im globalen Süden.“

Der Landesarbeitskreis Ökologie der GRÜNEN JUGEND Bayern setzt mit der Aktion am Samstag seine in München bereits einmal erfolgreich durchgeführte Aktion fort. Beim direkten Vergleich gesunder Lebensmittel aus artgerechter Tierhaltung wird über gängige Label in auf dem Lebensmittelmarkt aufgeklärt sowie Vor- und Nachteile der konventionellen Landwirtschaft und dem biologischen Landbau diskutiert.

„Tiere haben ein Recht auf ein gutes Leben, “ meint Anne Thiel (Koordinatorin des Landesarbeitskreises Ökologie) und fügt hinzu: „Es ist schlimm, die gequälten Tiere in ihren Käfigen zu sehen.“

„Gesunde Schweine schmecken,“ erklärt Gregor Scheringer (Koordinator des Landesarbeitskreises Ökologie) und meint: „Der biologische Landbau ist die Methode für gesunde, bekömmliche und leckere Lebensmittel, das gilt besonders in der Viehwirtschaft.“

„Der geringe Eingriff in die Natur der mit Biolandwirtschaft einhergeht, ist eigentlich schon Grund genug,“ meint Julian Kalks (Koordinator des Landesarbeitskreises Ökologie) und fährt fort: „Wenn es eine Methode gibt, die die unsere Lebensgrundlage, die Natur nicht angreift und eine die sie zersetzt, ist für mich die Entscheidung klar.“

Die KoordinatorInnen des Landesarbeitskreises wollen mit dieser Aktion aber auch ganz konkret die Bevölkerung wachrütteln und auf die Qual der Tiere in Tierfabriken aufmerksam machen. Denn Die industrielle Abfertigung von Lebewesen ist ein würdeloses Unterfangen und dient rein der konsumgeilen Esskultur. Wenn der Mensch sich gegenüber allen anderen Lebewesen für höherwertig erklärt, sollte er sich auch nicht wie ein Tier gegenüber anderen Lebewesen verhalten. Denn letztlich fällt sein Verhalten auch auf ihn zurück. Wachstumshormone, Gifte und Antibiotika die bei Tieren massiv eingesetzt werden, wirken sich zunehmen auch auf Menschen aus.

„Die GRÜNE JUGEND Bayern hat auf dem Regensburger Landesjugendkongress ihre Position in Sachen Tierschutz und Esskultur gefestigt,“ meint Eva Pumpurs (Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern) und erläutert: „Wenn tierischem Leben wieder einen angemessener Wert zukommt, muss sich dadurch auch konsumgeile Esskultur verändern und umgekehrt bedeutet es bewusster Umgang mit Essen auch eine Würdigung der Tiere.“