Zum bildungspolitischen Teil der Regierungserklärung von Ministerpräsident Stoiber erklären die Landesvorstandssprecher der Grünen Jugend Bayern, Julia Baßler und Christoph Wiedemann:

„Die bildungspolitische Konzeption von Edmund Stoiber ist alles andere als richtungsweisend. Er scheint noch immer zu glauben, dass einige nostalgiegeprägte Schönheitsoperationen die adäquate Antwort auf die PISA-Studie seien.

Noten bereits in der ersten und zweiten Klasse führen eher zu mehr Frust denn zu größerer Motivation. Ebenso die Kopfnoten: Soziales Verhalten lässt sich nicht in Ziffern ausdrücken. Und mit der Verschärfung der Schulordnung kann man vielleicht die Auswirkungen von Unruhestiftung bekämpfen – die Ursachen bekämpft man damit nicht.

Gefordert werden die bayerischen Schülerinnen und Schüler genug – sie müssen nun endlich auch gefördert werden. Doch über die qualitative Verbesserung des Unterrichts, über die innere Schulentwicklung verliert Stoiber kein Wort.

Der „Gleichmacherei um jeden Preis“ setzt er die autoritäre Doktrin der Disziplin um jeden Preis entgegen. Innovation liest sich anders.“