Zum morgigen Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November erklärt der Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Bayern:

Gewalt an Frauen ist in Deutschland und überall auf der Welt Alltag. 40.000 Frauen fliehen in Deutschland jährlich aufgrund von Männergewalt mit ihren Kindern in ein Frauenhaus. Laut Bundesregierung wurde jede vierte Frau in Deutschland mindestens einmal Opfer von körperlichen oder sexuellen Übergriffen durch einen Partner. Auch Zwangsprostitution, Frauenhandel, Zwangsverheiratungen und Vergewaltigungen sind leider keine Einzelphänomene. Gewalt an Frauen hat viele Gesichter und reicht von Stalking bis zum Mord.

„Wir müssen uns jeder Form von Gewalt an Frauen entgegenstellen! Es braucht endlich mehr finanzielle Mittel für Schutzeinrichtungen und Beratungsstellen, damit Frauenhäuser nicht mehr um ihre Existenz bangen müssen. Um Gewalt vorbeugend entgegenzuwirken, muss die Gewaltprävention an Bildungseinrichtungen ausgebaut werden, um patriarchale Strukturen aufzubrechen und hierarchiefreie Geschlechterverhältnisse zu ermöglichen!“, fordert Miriam Werner, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern.

Zu den besonders von Gewalt betroffenen Gruppen gehören Frauen mit Migrationshintergrund, Frauen mit Behinderung, Lesben, Transgender, Prostituierte sowie obdachlose oder inhaftierte Frauen. Auch Mädchen und ältere Frauen sind besonders schutzbedürftig. Frederik Schindler, frauen- und genderpolitischer Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern fordert: „Das Schutzsystem muss daher interkulturell geöffnet werden und auf die spezielle Situation der doppelt diskriminierten Menschen eingehen. Die bayerische Staatsregierung muss endlich Maßnahmen gegen diese Mehrfachdiskriminierungen ergreifen – Dazu gehört die Finanzierung von mehr barrierefreien Zufluchtsstätten und die Zugangsgewährung zu Frauenhäusern auch für Frauen ohne Aufenthaltsrecht!“. Die GRÜNE JUGEND Bayern wird am 25. November in vielen Städten auf die Straße gehen, um ein klares Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen und um diese Gewalt sichtbar zu machen.