Häusliche Gewalt ist die häufigste Ursache von Verletzungen bei Frauen und kommt dementsprechend häufiger vor als Verkehrsunfälle und Krebs zusammen genommen. In Deutschland haben über 25% aller Frauen über 16 Jahren unabhängig der Gesellschaftsschicht, der Bildung und des Alters häusliche Gewalt am eigenen Leib erlebt.

Jährlich fliehen rund 40 000 Frauen mit ihren Kindern in Frauenhäuser.

Frauenhäuser sind unverzichtbarer Bestandteil der sozialen Infrastruktur zum Schutz von Frauen und deren Kindern vor Männergewalt. Trotzdem ist es bis heute nicht gelungen eine flächendeckende, angemessene und sichere Finanzierung durchzusetzen, die den von Gewalt betroffenen Frauen einen Zufluchtsort bieten können. Stattdessen werden im Zuge der Einsparungen von Seiten der schwarz-gelben Regierung bundesweit viele Frauenhäuser geschlossen und konkrete Hilfestellungen eingestellt.

„Die GRÜNE JUGEND Bayern verurteilt häusliche Gewalt zutiefst und fordert die Regierung auf, nicht an den falschen Stellen zu sparen, sondern endlich zu handeln. Unsere Gesellschaft braucht eine gesicherte und angemessene Finanzierung für ein bundesweites flächendeckendes Angebot an Frauenhäusern, damit betroffenen Frauen und Kindern schnell und kompetent geholfen werden kann. Es muss eine niedrigschwellige und anonyme Unterstützung für alle betroffenen Frauen garantiert werden“, fordert Dimitra Kostimpas, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern.

Ihr Co-Sprecher Joel Keilhauer ergänzt: „Je schwächer die Bedingungen für Frauen sind, desto stärker wird Gewalt von Partnern, ArbeitgeberInnen, ArbeitskollegInnen, Behörden etc. ausgeübt. Nur mit Rechten kann man Unrecht stoppen!“