Die Jungen Liberalen in Bayern haben ihren Beschluss „Antidiskriminierungpolitik – Auf dem Weg zur Knechtschaft“ vom Landeskongress vom November 2009 am letzten Wochenende auf Druck der GRÜNEN JUGEND Bayern zurückgenommen.

„Die Jungen Liberalen hatten sich gegen jegliche Form von Gender Mainstreaming ausgesprochen und wollten bis hin zu UN-Resolutionen alles abschaffen, was Geschlechtergerechtigkeit fördern könnte“, erklärt die Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern Eva Pumpurs und fügt hinzu: „Es freut uns daher umso mehr, dass die JuLis ihren Beschluss auf Druck von der GRÜNEN JUGEND nun zurückgenommen haben.“
Der Landesarbeitskreis Geschlechtergerechtigkeit der GJ Bayern hatte einen offenen Brief an die Jungen Liberalen in Bayern verfasst, der genau dies gefordert hatte. Unter den UnterzeichnerInnen fanden sich neben Mitgliedern der GRÜNEN JUGEND auch die Gleichstellungspolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion Claudia Stamm, MdL, der Landesvorsitzende der Bayrischen Grünen Dieter Janecek, die Frauenreferentin des Landesverbandes Doris Wagner sowie Agnes Krumwiede, MdB.
„Zwar bekennt sich der neue Antrag der JuLis zu Gleichstellung und Gleichberechtigung, mehr aber auch nicht“, bewertet Florian Sperk, Sprecher der GJ Bayern, die neue Beschlusslage der JuLis und führt weiter aus: „Die Wichtigkeit von Gender-Mainstreaming haben die JuLis noch nicht erkannt. Gender-Mainstreaming muss die Grundlage von politischen Entscheidungen werden, nur so kann man unterschiedliche Wirkungen auf die Geschlechter überhaupt erfassen. Aber bei diesen Basics helfen wir den JuLis gerne weiter, wenn sie sich ernsthaft für das Thema interessieren.“