Die Grüne Jugend (GJ) Bayern hat dem neuen Landesvorsitzenden der Jungen Union (JU), Manfred Weber, zu seiner Wahl gratuliert. In Anspielung auf dessen Forderung, die Junge Union müsse „die Interessenvertretung der Jugend in Bayern“ sein, bietet die Grüne Jugend der CSU-Jugendorganisation aber auch einen „konstruktiven Wettbewerb“ darüber an, „wer wirklich die bessere Interessenvertretung der Jugend in Bayern ist“.

Julia Baßler, Landesvorstandssprecherin der Grünen Jugend, stellt kritische Fragen an die selbsternannte „Nachhaltigkeitszentrale“: „Wo war denn die Junge Union, als die Staatsregierung den Bau von Factory Outlet Centern ermöglicht hat, welcher der Flächenversiegelung und der Verödung der Innenstädte Vorschub leisten?“

Christoph Wiedemann, GJ-Landesvorstandssprecher, empfiehlt dem neuen JU-Chef, Kultusministerin Hohlmeier „klarzumachen, dass das Problem der bayerischen Bildungspolitik nicht die zwei Dutzend Dauerstörenfriede sind, sondernd die Tausende von Viertklässlern, die alljährlich in die Mühlen der sozialen Selektion geraten.“

Eine Bitte bezüglich des Umgangs mit den „Unionssümpfen im Münchner Osten“ äußert Ludwig Hartmann, aussichtsreicher GJ-Landtagskandidat in Oberbayern: „Fassen Sie Ihre dortigen skandalsüchtigen JU-Freunde nicht mit Samthandschuhen an. Das sagen wir auch im Interesse der Demokratie in Bayern.“

Der neue JU-Chef möge seinen Posten „nicht nur als Sprungbrett für eine Parteikarriere“ sehen, wünscht sich Wiedemann, sondern auch als „Chance, einen Beitrag dazu zu leisten, dass die CSU langfristig eine Partei wird, die Provinzialität und Populismus eine Absage erteilt, die moderne Politik macht und nicht nur moderne Sprechblasen.“

„Machen Sie die Junge Union zum parteiinternen Reformmotor!“ wird Weber aufgefordert. An seinen diesbezüglichen Erfolgen müsse er sich als Interessenvertreter der Jugend messen lassen, so Wiedemann.