Am 16.05. forderten die bayerischen Landtagsgrünen späteren Schulbeginn für den Tag nach Herren WM-Spielen mit deutscher Beteiligung.

Anna Schmidhuber, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, kommentiert diese Initiative wie folgt: „Die Forderung ist ein falsches Signal und hebt einseitig die Spiele der deutschen Herren-Fußball-Weltmeisterschaft hervor. Den sich anbahnenden Partypatriotismus zu solchen Events in Anbetracht immer stärker werdender rechter Kräfte in Europa zu honorieren ist gefährlich. Hier wäre eindeutig mehr Sensibilität angebracht. Politik sollte für einen Ausgleich unterschiedlicher Interessen sorgen, anstatt von oben herab zu entscheiden, welche Ereignisse sehenswert sind und welche nicht.“

Korbinian Gall, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern fügt an: „Die Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien wird derzeit von sozialen Unruhen begleitet. Hauptprofiteur dieses Riesenspektakels sind internationale Konzerne und die FIFA. Den Menschen in Brasilien bleiben Schuldenberge und ein gesellschaftlicher Scherbenhaufen, wenn der WM-Tross das Land verlässt. Wir fordern, hier nicht weg zu schauen. Eine kritische Begleitung der Weltmeisterschaft ist dringend notwendig, um Schülerinnen und Schüler auch über die negativen Seiten dieses Riesenereignisses aufzuklären, die man auf den Fernsehbildschirmen nicht zu sehen bekommt.“