Von 21. bis 25. Mai findet in Coburg der Pfingstkongress des Coburger Convents, ein Treffen von 100 farbentragenden und pflichtschlagenden Studentenverbindungen, statt.

Eva Lettenbauer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, übt scharfe Kritik: „Unter dem Deckmantel der Gemeinschaft verbreiten die Verbindungen menschenfeindliches Gedankengut und reproduzieren ein veraltetes Frauenbild, das Frauen ihre Eigenständigkeit und das Recht auf gleichberechtigte akademische Förderung abspricht. In unserer Gesellschaft ist jedoch kein Platz für Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Geschlecht oder Religion. Auch deutschnationale Symbole und Rituale, wie der Fackelmarsch und das Gedenken an gefallene Wehrmachtssoldaten, sind für uns nicht hinnehmbar und entsprechen in keinster Weise unserem Verständnis eines aufrichtigen Gedenkens an die Opfer des Dritten Reichs und der Shoa.“

Matthias Ernst, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern, fügt hinzu: „Zudem bestehen zwischen Mitgliedern des Coburger Convents und der radikalen Rechten strukturelle und vor allem ideologische Überschneidungen. Vor dem Hintergrund von steigender Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus darf Neonazismus nicht bagatellisiert werden. Umso bestürzter sind wir, dass die Stadt Coburg und Oberbürgermeister Norbert Tessmer den Convent unterstützen und nicht aktiv gegen den Fackelmarsch vorgehen. Wir rufen daher zu entschiedenen und friedlichen Protesten gegen den Pfingstkongress des Coburger Convents auf!