Die Grüne Jugend Bayern begrüßt grundsätzlich den Entschluss Japans, dem Protokoll von Kyoto zu zustimmen und sich damit den Forderungen der USA zu widersetzen.

Doch die Klimaschutzmaßnahmen, die das Kyoto-Protokoll festlegt, werden die Klimaveränderungen zukünftig nicht verhindern bzw. vermindern können. „Dazu müssten die CO2-Emissionen weltweit um mindestens 60-80% und nicht um 5,2% bis zum Jahr 2012 gesenkt werden. Doch wieder einmal wurden die Interessen der ‚Abzocker-Lobby‘ vor die, der Umwelt und Menschen gestellt“, so die beiden Sprecher der Grünen Jugend Bayern, Ludwig Hartmann und Katrin Schmidberger.

Auch die Entscheidung, den CO2- Ausstoss mit der Kohlendioxid-Bindung durch Wälder zu verrechnen zeigt wie ernst einige Staaten den Klimaschutz nehmen. Deshalb kritisieren Hartmann und Schmidberger weiter: „’Senken‘ als Klimaschutzmaßnahme anzuerkennen, ist eindeutig ein Schritt in die falsche Richtung. Es werden nur Symptome, aber nicht die Ursachen für den ‚Klimakollaps‘ bekämpft. Diese Schlupfloch-Politik zerstört unsere Zukunft.“

Des weiteren verurteilt die Grüne Jugend Bayern wiederum die verantwortungslose Haltung der USA. Deshalb wird der Landesarbeitskreis Energie und Umwelt der Grünen Jugend Bayern dazu eine Protestaktion veranstalten. Am 26. Juli wird die Grüne Jugend ihre Kritik vor dem amerikanischen Generalkonsulat in München äußern.