Die Bundeskanzlerin Angela Merkel und der bayerische Innenminister Joachim Herrmann reagierten auf die brutalen Ausschreitungen der letzen Tage in München und Ansbach mit der Forderung die Videoüberwachung auszubauen und Polizeieinsätze zu verschärfen. Die Grüne Jugend Bayern steht diesen Ansätzen sehr kritisch gegenüber.

„Die CDU/CSU reagiert wie eh und je auf gesellschaftliche Probleme nicht mit Lösungsalternativen, sondern vielmehr nur mit ein und demselben Reflex: Kontrolle und Observation durch einen starken Staat. Dass sich diese Strategie in den letzten Jahren eher als kontraproduktiv erwiesen hat, bleibt leider außer Acht. Außerdem ist den Opfern von Gewalttaten damit sicherlich nicht geholfen.“ meint Stefan Christoph, Sprecher der Grünen Jugend Bayern.

In der Grünen Jugend Bayern ist man der Ansicht, dass es statt einem starken Staat, der seine Bürgerinnen und Bürger unter einen Generalverdacht stellt, vielmehr mündige und aufgeklärte Menschen braucht, die für ein friedliches Zusammenleben in der Gesellschaft einstehen. Aufgabe des Staates dabei sollte es sein, seine Bürgerinnen und Bürger dabei nach allen Kräften zu unterstützen. Die Grüne Jugend Bayern fordert deshalb einen Ausbau der Gewaltprävention und eine höhere Anerkennung von Zivilcourage seitens der Politik.

Swantje Fischer, Sprecherin der Grünen Jugend Bayern erklärt dazu: „Wir brauchen keinen Staat der uns rund um die Uhr kontrolliert und observiert. Junge Menschen brauchen eine Zukunftsperspektive, eine schulische Ausbildung, die ihnen Wege aufzeigt statt verbaut. Junge Menschen müssen von der Gesellschaft vorgelebt bekommen, dass Konflikte gewaltfrei gelöst werden können. Jeder Euro der für irgendwelche Kontrollmaßnahmen verwendet wird, wäre deshalb in Präventivmaßnahmen besser angelegt!“