Anlässlich der ungeheuerlichen Begebenheiten am Tag der offenen Tür der Gebirgsjäger in Bad Reichenhall am 28.5. fordert die GRÜNE JUGEND Bayern, der Bundeswehr endgültig und umfassend den Zugang zu Schulen zu verwehren.

„Es ist unglaublich, dass im Rahmen einer Öffentlichkeitsveranstaltung Minderjährigen die Möglichkeit gegeben wurde, mit echten Zielerfassungssystemen von Panzerfäusten auf ein Miniaturdorf zu zielen, das beschämenderweise Klein-Mitrovica getauft worden war.“, äußert Miriam Werner, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern und führt weiter aus: „Wir wollen keine Verharmlosung von Militär, Krieg und Gewalt. Der SoldatInnenberuf ist kein Beruf wie jeder anderer. Denn das Töten oder getötet werden ist immer eine mögliche Konsequenz soldatischen Handelns.“

Trotzdem hat die bayerische Staatsregierung vor einem Jahr eine Kooperationsvereinbarung mit der Bundeswehr geschlossen, die eine intensive Zusammenarbeit im Bildungsbereich vorsieht. „Grundsätzlich lehnen wir es ab, die Armee an der politischen Bildung in Schulen teilnehmen zu lassen.“, legt Dimitra Kostimpas, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, dar. „Wir begrüßen es, wenn sich Schülerinnen und Schüler kritisch mit der Armee auseinandersetzen. Ein kritisches Hinterfragen ist aber nicht gewährleistet, wenn Offiziere direkt an die Schulen kommen und auf die LehrerInnenausbildung Einfluss haben.“
„Es ist inakzeptabel, dass die Meinung von SchülerInnen zu diesem Thema einseitig beeinflusst wird. Darum fordern wir die bayerische Staatsregierung auf, die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus und dem Wehrbereichskommando IV der Bundeswehr sofort zu kündigen.“, erklärt Miriam Werner, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern.

Kooperationsvereinbarung zwischem dem Bayrischem Staatsministerium für Unterricht und Kultus und Wehrbereichskommanda IV – Süddeutschland – der Bundeswehr (pdf, 1,6 MB)