Am morgigen Freitag, 5. März findet in Regensburg eine groß angelegte, von SchülerInnen organisierte, Demonstration für ein besseres Schulsystem unter dem Motto „Aufmucken statt weggucken!“ statt. Die GRÜNE JUGEND Oberpfalz unterstützt diese Demonstration und erklärt dazu:

„Die bayerische Bildungspolitik hat die Zeichen der Zeit noch immer nicht erkannt.“, so Ursula Herrmann, Generalsekretärin und stellvertrende Vorsitzende der GRÜNEN JUGEND Oberpfalz, „Das bayerische Schulsystem ist noch immer Nummer eins, was soziale Selektion, Leistungsdruck und fehlende Mitbestimmung angeht. Das sind allesamt sehr zweifelhafte Spitzenpositionen.“ Nicht nachvollziehen könne Hermann, warum man in Bayern noch immer an einem Schulsystem festhalte, das seine Ursprünge im Kaiserreich habe. Eine soziale Dreigliederung gebe es nicht mehr, also müsse diese auch in der Schule enden.

„‚Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir.‘ kritisierte schon der römische Philosoph Seneca seinerzeit das Schulsystem“, erklärt ihr Kollege Stefan Christoph, Bezirksvorsitzender der GRÜNEN JUGEND Oberpfalz, „Wie es aussieht, hat sich hier in den letzten 2000 Jahren nicht viel am Wesen des Schulsystems geändert!“ Schule müsse aber, so Christoph, nicht nur für das danach kommende Wirtschaftsleben vorbereiten; vielmehr müsse die Schule auch die mündigen Statsbürgerinnen und Staatsbürger von morgen schaffen. Persönlichkeitsbildung sei das zentrale Stichwort: „Denn Demokratie funktioniert nur mit DemokratInnen!“.

Insbesondere die fehlende Mitbestimmung an den Schulen sieht die GRÜNE JUGEND als Faktor, der eine solche Persönlichkeitsbildung verhindert. Vor allem an Hauptschulen, aber auch an anderen Schultypen, dürfen SchülerInnen zwar mit-reden, aber haben nicht wirklich etwas zu sagen. Die GRÜNE JUGEND Oberpfalz fordert, dass in einer Gesellschaft die demokratisch sein will auch Schulen demokratisch organisiert sein müssen.