Am 17. Mai feiern wir den 10. internationalen Tag gegen Homo-, Bi- und Transphobie! Das Datum erinnert an die Streichung von Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 17.5.1990. Zugleich ergeben sich Parallelen zum ehemaligen Paragraphen 175 des deutschen Strafgesetzbuches, der bis 1994 sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe stellte. Weltweit sind gleichgeschlechtliche Handlungen und Lebensweisen, sowie Transsexualität in circa 80 Ländern verboten. Die GRÜNE JUGEND Bayern ruft dazu auf diesen Tag zu nutzen, um gegen Homo-, Bi- und Transphobie auf die Straße zu gehen.

Mariella Kessler, Frauen- und Genderpolitische Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, kommentiert: „Noch immer erfahren homo-, bi-, trans- und intersexuelle Menschen aufgrund ihrer nicht-Heterosexualität oder nicht-Cissexualität gesellschaftliche und gesetzliche Diskriminierung und Ausgrenzung. Die CSU stellt sich nach wie vor stur gegen die Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften und das Adoptionsrecht. Auch verhindern CSU und Freie Wähler als einzige Parteien im Landtag die Rehabilitierung der Opfer des Paragraphen 175. Wir fordern dagegen: Gleiche Liebe – Gleiche Rechte! „

Eva Lettenbauer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, ergänzt: „Auch eine zeitgemäße und verantwortungsvolle Sexualpädagogik wird derzeit stark diffamiert. Mit menschenfeindlichen Parolen gehen die sogenannten „besorgten Eltern“, die Bewegung „Demo für Alle“ und auch rechtspopulistische Parteien wie die AfD gegen die Einbeziehung der Vielfalt von sexueller Orientierung, Geschlecht und Familienbildern in die Lehre vor. Wichtig sind jedoch die Akzeptanz von Vielfalt, Wertschätzung und ein mobbingfreies Klima sowohl im schulischen Umfeld als auch gesamtgesellschaftlich!“