Am 14.7.2010 verschlug es die GRÜNE JUGEND Bayern in den hohen Norden, nach Aschaffenburg. Gemeinsam mit Claudia Roth wollten wir darauf aufmerksam machen, wie überholt das Wahlalter 18 ist. Mit einer gemeinsamen Aktion in der Aschaffenburger Innenstadt wollten wir zu einer demokratischeren Gesellschaft aufrufen.

Dazu erklärt Dimitra Kostimpas, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern:
„Das Wahlrecht ist nach Artikel 21 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ein demokratisch legitimiertes Menschenrecht. In Bayern und der ganzen BRD wird einer großen Minderheit, dieses Menschenrecht untersagt – den Unter-18-Jährigen. Dabei ist diese Grenze willkürlich, denn Fakt ist, dass das Wahlrecht jetzt schon nicht an politische Reife gekoppelt ist. Die GRÜNE JUGEND Bayern fordert somit die Abschaffung jeglicher Altersgrenzen und das Wahlrecht ab Null. JedeR der wählen will, soll auch wählen können“

„Die Gefahr bei dem bisherigen System ist, dass Minderjährige konsequent von der Mitwirkung an Politik ausgeschlossen werden. Politikverdrossenheit ist deshalb kein Wunder. Zudem gerade die Jungen die Entscheidungen ausbaden müssen, die die Älteren treffen ohne eigene Lobby. Unnachhaltige Finanz-, Umwelt- und Bildungspolitik sind die Folge. Gerade im Sinne der Generationengerechtigkeit ist also die Abschaffung der Wahlaltersgrenzen zu begrüßen. Grundsätzlich unterstützen wir Initiativen, die die Herabsenkung auf 16 Jahren fordern, wie es zum Beispiel Bündnis90/Die Grünen tun. Doch auch diese Grenze ist willkürlich. Unser Ziel ist eine demokratischere Gesellschaft, in dem jeder hier lebenden Menschen eine Stimme hat.“ schließt Julian Kalks, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern ab.