Unter diesem Motto veranstaltete die Grüne Jugend München zusammen mit der Grünen Jugend Bayern am 27.03.2010 ihre Anti-Atomaktion in München. Es wurde der fiktive Jahrestag nach dem Gau im Atomkraftwerk Isar 1 dargestellt und ein Extrablatt verteilt, bei dem die Auswirkungen auf München dargestellt wurden. Im Falle eines Gaus wäre die radioaktive Wolke innerhalb von vier Stunden in München. Daneben wurde den PassantenInnen ihr persönliches Fass Atommüll angeboten, denn ein sicheres Endlager ist immer noch nicht in Sicht.

„Isar 1 muss sofort stillgelegt werden, denn wissenschaftliche Untersuchungen zeigen eindeutig Baumängel und Alterserscheinungen. Auch ist das Kraftwerk nicht ausreichend vor Terroranschlägen geschützt – die Gefahren, nicht nur für die Stadt München, haben wir mit unserer Aktion deutlich gemacht.“ erklärt Katharina Schulze (Vorsitzende der Grünen Jugend München) und führt weiter aus „Wenn man sich dann die verrückte Idee der schwarz-gelben Regierung, die Gesamtlaufzeit von Atomkraftwerken möglicherweise auf 60 Jahre zu erhöhen, durch den Kopf gehen lässt, dann kann man über so viel Unvernunft und Unwissenheit nur entsetzt den Kopf schütteln!“

Nicht nur Sicherheitsaspekte sprechen gegen eine Laufzeitverlängerung, auch die einseitige Fixierung auf Atomkraft ist nicht mehr zeitgemäß. Diese Meinung vertraten auch die meisten PassantenInnen: Reißenden Absatz fanden deshalb die angebotenen Infomaterialien zum Ausstieg aus der Atomkraft und zu Erneuerbaren Energien. Ludwig Hartmann, MdL, energiepolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion unterstützt dies: „Kein Bundesland bezieht so viel Strom aus Atomenergie wie Bayern. Wer es ernst damit meint, die erneuerbaren Energien auszubauen, darf den Wettbewerb nicht dadurch ruinieren, dass er den Atomkonzernen weiter einen Freibrief für ihre längst abgeschriebenen Kraftwerke ausstellt. Damit würde den aktuellen bayerischen Boombranchen Wind, Sonne und Biomasse langfristig der Boden entzogen.“

Florian Sperk, Sprecher der Grünen Jugend Bayern, war bei der Aktion mit dabei und bekräftigt: „Die Grüne Jugend fordert kein Ausstieg aus dem Ausstieg! Diesen Sommer gilt es einen Atomkonsens zu verteidigen, der auch so genannt werden darf. Norbert Röttgen muss den Druck von der Straße weg spüren!“

 

von Katharina Schulze