Nach den Berichten um eine Veränderung der Abiturabschlussprüfungen und die Anordnung des Ministeriums die Arbeiten noch einmal „wohlwollend zu prüfen“, bekräftigt die GRÜNE JUGEND Bayern ihre Forderung nach Abschaffung der Noten.

„Das Abitur ist geschrieben. Die Schülerinnen und Schüler haben ihre Leistung erbracht – nur die Bewertung und der Ziffernwert der Leistung ist nach wie vor unklar. Die Anordnung aus dem Ministerium noch einmal ‚wohlwollend zu prüfen‘, offenbart die Willkür bei der Benotung und bei der Hürde „Hochschulzugang“. Wir verfolgen in der Frage einen anderen Weg. Die GRÜNE JUGEND Bayern will die Noten langfristig komplett abschaffen und durch individuelle Lern- und Abschlussberichte ersetzen“, fordert Dimitra Kostimpas, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern. „Noten sind aus pädagogischer Sicht nicht haltbar. Die Ergebnisse sind nicht reproduzierbar und nicht vergleichbar. Außerdem täuschen sie über individuelle Entwicklungen und Probleme hinweg. Das Beibehalten von Noten ist überholt und deshalb müssen die Noten abgeschafft werden.“

Miriam Werner, ebenfalls Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, führt nochmal genauer das junggrüne Bewertungskonzept aus:
„Unsere Alternative heißt Kommunikation, Individualität und Zeit: Lehrkräfte sollen mit jedem einzelnen Schüler und jeder einzelnen Schülerin ausführliche Gespräche führen, in denen über den Lernprozess, die Leistungsentwicklung und zukünftige Ziele gesprochen wird. Anstatt von Abschlusszeugnissen fordern wir Abschlussberichte, die den gesamten Schulverlauf der Schülerinnen und Schüler dokumentieren und Stärken herausarbeiten.“

Da die Junggrünen wissen, dass die Umstellung nicht so einfach ist, haben sie auch ein Konzept für die Übergangszeit: „Auf dem Weg zu unserem Ziel eines notenfreien Lernens schlagen wir daher vor, die Notengebung in der ersten Phase noch beizubehalten, sie allerdings zu relativieren: Noten dürfen nie allein stehen, sondern durch die Lernberichte ergänzt werden. Außerdem sollten sie nicht über das Sitzenbleiben oder den Übertritt entscheiden.“

Das vollständige Konzept findet sich in dem Beschluss:
„Gerechtigkeit braucht Bildung – Bildung braucht Gerechtigkeit“