Die GRÜNE JUGEND Bayern ruft anlässlich der Zwischenzeugnisse zu einem Umdenken in der Leistungsbewertung auf.

„Wir wollen Noten abschaffen. Die scheinbare Objektivität, die durch die Bewertung in Ziffern erfolgt, ist eine Illusion! Studien haben immer wieder belegt, dass die Zensuren mehr von der Lehrkraft, der Klasse oder dem sozialen Hintergrund abhängen als von der eigentlichen Leistung. Sie sind nur eine Momentaufnahme und berücksichtigen den Lernfortschritt nicht. Deshalb brauchen wir hier ein Umdenken“, fordert Dimitra Kostimpas, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern.

Bei der letzten Landesversammlung der bayrischen GRÜNEN JUGEND hatten die Mitglieder einen umfangreichen Antrag zur Bildungspolitik verabschiedet, der die Einführung von individuellen Lernberichten vorsieht und damit das Ende der Ziffernnoten einläuten sollte. Der hohe Leistungsdruck führe dazu, dass viele SchülerInnen schlechte Erfahrungen mit Prüfungssituationen machen. Die ständige Notenvergabe verursache Leistungs- und Prüfungsangst und verhindere die Lust und den Spaß am Lernen.

„Wir setzen uns daher für ein notenfreies Lernen ein. Unsere Alternative heißt Kommunikation, Individualität und Zeit: Lehrkräfte sollen mit jeder einzelnen Schülerin und jedem einzelnen Schüler ausführliche Gespräche führen, in denen über den Lernprozess, die Leistungsentwicklung und zukünftige Ziele gesprochen wird. Aus diesen Gesprächen sollen differenzierte und individuelle Lernberichte hervorgehen, die in verständlicher Sprache
formuliert sind“, erklärt Joel Keilhauer, Sprecher der GJ Bayern, die alternative Leistungsbewertung.

Beschluss der letzten Landesversammlung:
„Gerechtigkeit braucht Bildung – Bildung braucht Gerechtigkeit“