Am Ende des Schuljahrs erhalten die bayerischen Schülerinnen und Schüler ihre Jahreszeugnisse. Auf einem Blatt Papier soll damit das Wissen und der Lernfortschritt eines ganzen Jahres dargestellt werden. Die GRÜNE JUGEND Bayern hält diese Art der Leistungsermittlung für pädagogisch nicht geeignet und kritisiert die sture Verweigerung gegenüber alternativen Rückmeldeformen.

Dazu erklärt Matthias Ernst, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern: „Dass mit einer einzigen Note pro Fach die Leistung eines ganzen Jahres objektiv dargestellt werden soll, ist absurd. Es zählt dabei nur, ob das geforderte Wissen an einigen wenigen Tagen vorgebracht werden konnte und nicht das nachhaltige Verstehen komplexer Zusammenhänge. Positive Entwicklungen der Persönlichkeit der jeweiligen Schülerinnen und Schüler fallen ebenso unter den Tisch wie die Tatsache, dass oftmals gleiche Arbeiten von verschiedenen Lehrkräften unterschiedlich benotet werden.“

Eva Lettenbauer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, ergänzt: „Kinder sind zu verschieden als dass ihre Lernfortschritte sinnvoll in einer Skala von eins bis sechs genormt werden können. Wir fordern deshalb ergänzend zum Jahreszeugnis einen individuellen Lernbericht, der in Textform die erworbenen Kompetenzen dokumentiert, die Lernentwicklung eines Kindes im vergangen Jahr beschreibt und damit eine differenziertere Rückmeldung ermöglicht. Langfristig wollen wir Noten komplett zugunsten individueller Rückmeldungen und Lernberichte abschaffen!“