Zum Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau, kurz Weltfrauentag, am heutigen 8. März erklärt die GRÜNE JUGEND Bayern:

 

„Frauenrechte sind nach wie vor keine Selbstverständlichkeit. In vielen Ländern der Welt werden Frauen nach wie vor stark benachteiligt und haben sehr wenige Rechte. Doch vorgeschobener Einsatz für Frauenrechte darf nicht für Rassismus missbraucht werden!“ , stellt Theresa Eberlein, Frauen- und Genderpolitische Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern klar. „Wir setzen uns für den besonderen Schutz von geflüchteten Frauen ein. Diese sind häufig durch die Erlebnisse im Herkunftsland oder spätestens durch die Flucht traumatisiert und kennen zudem ihre, zum Teil neu erworbenen Rechte in Deutschland nicht. Dem muss durch ein verstärktes Aufklärungs- und Gesprächsangebot entgegengewirkt werden. Um Übergriffe in Asyl unterkünften durch Personal oder Mitbewohner zu verhindern, muss es separate Räumlichkeiten und Schutzräume für Frauen geben, welche abschließbar sind. Diesen Schutz sind wir allen Frauen schuldig! Doch auch das kann nur eine Übergangslösung sein. Langfristig fordern wir komplett eigene Einrichtungen für Familien und auch für alleine geflohene Frauen.“

 

Eva Lettenbauer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, ergänzt: „Aber nicht nur im Asylbereich gibt es Nachholbedarf. Unsere Gesellschaft muss aufhören die Schuld von sexuellen Übergriffen bei den Opfern zu suchen. Viele Opfer haben Angst vor einer Stigmatisierung, besonders wenn die Übergriffe im familiären oder im sozialen Umfeld stattfinden. Oft werden die Aussagen der Opfer argwöhnisch hinterfragt. Fachleute gehen davon aus, dass nur etwa 5 Prozent aller Vergewaltigungen angezeigt werden. Das darf nicht so bleiben! Wir müssen die Geschädigten stärker schützen und sie ermutigen sich an öffentliche Stellen zu wenden. Dazu gehört eine gute Betreuung und Aufklärungsarbeit. Auch darf es nicht sein, dass Opfer beweisen müssen sich ,ausreichend‘ gewehrt zu haben. Wir fordern dringend ein schärferes Gesetz ür die Verurteilung von Sexualstraftaten. Nur ein ,Ja‘ heißt ,Ja‘!“