Die Agrarpolitik der Vergangenheit zeigt uns jetzt ihre fatalen Auswirkungen auf unsere Gesundheit. BSE ist nur ein Beispiel von vielen möglichen Problemen, die uns in Zukunft belasten könnten. Deshalb ist ein grundlegendes Umdenken in der Landwirtschafts- und Verbraucherpolitik unumgänglich. Wirtschaftliche Interessen dürfen nicht wichtiger als der Schutz der Verbraucher sein. Anstatt jegliche Schuld von sich zu weisen, sollte die bayerische Landesregierung besser versuchen, die Verursacherfaktoren zu beheben. Das heißt, anstatt leistungssteigernde Futterzusätze oder synthetische Dünger und Pestizide zu verwenden, sollte auf natürliches und ökologisch verträgliches Futtermittel gesetzt werden, weder genmanipuliert noch mit Industrieabfallprodukten oder unnötigen Medikamenten versehen.

Wir fordern deshalb den sofortige Stop und das Verbot der Verfütterung von Hormoncocktails und Antibiotika an alle Masttiere. Denn die ständige Einnahme von Antibiotika kann zu andauernder körperlicher Resistenz führen, was weitere lebensbedrohliche Folgen nach sich ziehen kann. Doch nicht nur die bayerische Regierung, Bauern und Futtermittelproduzenten sollten schnellstens handeln, auch wir Verbraucher sollten uns überlegen wieviel uns unsere Gesundheit wert ist. Denn wir haben immer noch die Wahl zwischen billigen, möglicherweise gesundheitsschädlichen Fleisch oder Produkten, die von gesunden Tieren stammen, aber dafür mehr kosten.

Wir wollen keine industrielle Erzeugung von Lebensmitteln mit dem Ziel kurzfristiger Gewinnsteigerung. Wir wollen ökologisch erzeugte Lebensmittel, die bevorzugt in der Region vermarktet werden. Deshalb fordern wir Herrn Stoiber dazu auf, die Subvention für die Landwirtschaft künftig an die Einhaltung ökologischer Standards zu verknüpfen. Desweiteren wollen wir mehr Unterstützung der Regierung für nachhaltig ökologische Landwirtschaften.