Am 7.7. 2012 nahmen in München ca. 1000 Menschen am Hanftag teil, um ein Zeichen für die Legalisierung von Cannabis zu setzen.

Dazu erklärt Regina Prade, Sprecherin der Grünen Jugend Bayern: „Cannabis ist Rohstoff, Genuss- und Arzneimittel und wird in vielerlei Hinsicht genutzt, ist jedoch noch immer illegalisiert. Obwohl die Risiken des Konsums von Cannabis als Rauschmittel vergleichbar sind mit z.B denen von Alkohol, wird es als besonders gefährliche Droge dargestellt. Dabei zeigt sich: Drogenpolitik orientiert sich derzeit nicht an der Faktenlage, sondern an der ideologischen Verblendung vieler Politikerinnen und Politiker.“

„Die Drogenpolitik in Bayern zeichnet sich besonders durch ihre Rückständigkeit aus.“ ergänzt Florian Wilsch, Sprecher der Grünen Jugend Bayern, „Anstatt sich tatsächlich mit dem Problem des Drogenkonsums außeinanderzusetzen und sich für Prävention und die Unterstützung von Suchtkranken zu engagieren, setzt die Staatsregierung immer noch auf Symbolpolitik und Verbote: Gelegenheitskonsumierende werden besonders hart verfolgt und Drogenkonsumräume sowie Drug-Checking werden verhindert.

Zum einen erschwert diese Tabuisierung Konsumierenden sich Hilfe zu suchen, zum anderen verhindert sie den Einblick in den trotz des Verbots existierenden Drogenmarkt, einer, dessen verunreinigte Ware jährlich tausende Menschen das Leben kostet. Wir fordern dagegen die Entkriminialisierung von Konsumierenden, sowohl einen geregelten Drogenmarkt als auch eine Drogenpolitik, die sich auf Präventionsarbeit und die Unterstützung von Suchtkranken fokussiert. Deshalb gilt: Augen auf und Schluss mit der Drogenpolitik von vorgestern!“