Auch dieses Jahr wird der 8. Mai als Tag der Befreiung begangen, an dem der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht und damit dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa gedacht wird.

Der Jahrestag wird aber auch von rechten Bewegungen missbraucht, um die deutsche Bevölkerung als Opfer der aliierten Militärintervention darzustellen. Sie unterstellen den Befreiern Völkermord und versuchen mittels emotionalisierter Trauerfeiern und Mahnwachen Menschen von dieser Darstellung zu überzeugen, sie zu empören und für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

Hierzu erklärt Regina Prade, Sprecherin der Grünen Jugend Bayern: „Der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus wird häufig ins falsche Licht gerückt. Wir müssen diesen rechten Machenschaften aktiv entgegentreten und sie aufdecken, indem wir die Problematik offen ansprechen. Es darf keine Möglichkeit geben, dass Nazis – sei es heute, oder an einem anderen Tag – ihre Propaganda verbreiten können.“

„Der 8. Mai ist ein Tag der Feier, nicht der Trauer“ ergänzt Florian Wilsch, Sprecher der Grünen Jugend Bayern. „Mit dem Kriegsende war der Faschismus in Europa besiegt und Demokratie wurde von den Alliierten nach Deutschland gebracht. Um Geschichtsrevisionismus entgegenzutreten, gilt es das im öffentlichen Bewusstsein festzuhalten.“