Zur Beteiligung der CSU an der Novelle des Meldegesetzes erklärt Regina Prade, Sprecherin der Grünen Jugend Bayern: „Die Regelungen im neuen Meldegesetz sind ein Skandal! Sie unterminieren Datenschutz und machen Meldeämter zu Unterstützern des Adresshandels mit der Werbewirtschaft. Die Tatsache, dass Adressen ohne Zustimmung der Betroffenen weitergegeben werden können und sogar Widerspruch in den meisten Fällen zwecklos ist, ist ein Angriff auf jegliche Grundsätze des Datenschutzes.“

„Nachdem vom Münchner Bundestagsabgeordneten Uhl (CSU) die umstrittenen Änderungen eingebracht wurden, verteidigte Bundesinnenminister Friedrich (ebenfalls CSU), dessen Ministerium in den Gesetzgebungsprozess eingebunden war, die Regelungen am Montag noch. Ein deutlicheres Zeichen dafür, was sie von Datenschutz hält, kann die CSU kaum liefern.“, ergänzt Florian Wilsch, Sprecher der Grünen Jugend Bayern,

„Mittlerweile häuft sich jedoch Kritik auch aus der eigenen Koalition, obwohl diese das Gesetz bis vor kurzem noch verteidigt hat. Wer von einem selbst beschlossenen Gesetz innerhalb weniger Tage nichts mehr wissen will, zeigt parlamentarische Inkompetenz in kaum erahnbarer Weise.“