Am vergangenen Wochenende veröffentlichte die Junge Presse Bayern eine empirische Studie, der zufolge über ein Drittel der befragten Schülerzeitungen von Zensur betroffen sind. Schulleitungen verlangten hierbei Veränderungen oder Streichungen von ganzen Artikeln, bevor die Zeitungen gedruckt wurden.

Auch bezüglich der Themenwahl geben rund 12 Prozent an, auf Widerstand und Einschränkung gestoßen zu sein. Aus Angst vor schulischer Benachteiligung hat gut ein Viertel der befragten Schülerinnen und Schüler darauf verzichtet, bestimmte Themen zu behandeln oder kritische Artikel einzureichen.

Die Grüne Jugend Bayern unterstützt die Junge Presse Bayern in ihrer Kritik an diesen Umständen und Forderungen nach Pressefreiheit an bayerischen Schulen.

Dazu erklärt Florian Wilsch, Sprecher der Grünen Jugend Bayern „Gerade an Schulen muss ein demokratischer Grundwert wie Pressefreiheit gelebt werden können. Zensur an Schülerzeitungen darf dabei nicht einfach heruntergespielt werden. Derartige Vorfälle müssen ernst genommen werden.“

„Das Recht von Schülerinnen und Schülern, selbstbestimmt eine Zeitung herauszugeben, muss auch rechtlich besser festgeschrieben werden.“ ergänzt Regina Prade, Sprecherin der Grünen Jugend Bayern „Durch das starke Abhängigkeitsverhältnis zu Lehrerinnen und Lehrern muss besonders an Schulen größtmöglicher Wert auf die Wahrung von Unabhängigkeit bei journalistischer Arbeit gelegt werden.“