Seit nun schon 7 Jahren wird am 17. Mai der internationale Tag gegen Homophobie begangen. Homo- und bi-, trans- und asexuelle Menschen bekennen sich in der Öffentlichkeit zu ihrer sexuellen Orientierung und streiten für gesetzliche Gleichberechtigung und gesellschaftliche Akzeptanz.

Auch Heterosexuelle gehen an diesem Tag auf die Straße um Solidarität zu zeigen und sich gegen sexuell bedingte Diskriminierung und Verfolgung weltweit auszusprechen.

Auch die Grüne Jugend Bayern bekennt an diesem Tag Regenbogenfarbe.

Wie schon im vorigen Jahr fand in der Landeshauptstadt München ein öffentliches Same-Sex-Hand-Holding statt. Hierbei hielten sich die Aktivistinnenund Aktivistenzu gleichgeschlechtlichen Paaren aufgestellt an den Händen und machten so auf die Alltäglichkeit von Homosexualität aufmerksam.

Bei einer spontan angemeldeten Aktion zogen die Demonstrantinnen und Demonstranten weiter über den Marienplatz zum Stachus, um gegen die Angriffe auf eine Anti-Homophobe Demonstration am Donnerstag in Georgien zu protestieren.

Aber nicht nur in München ist gegen Homophobie auf die Straße gegangen worden. Sowohl in Augsburg als auch in Passau wurden von der Grünen Jugend Same-Sex-Hand-Holdings organisiert.

Auch in Nürnberg fand eine Same-Sex-Aktion statt: in der Innenstadt wurdesymbolisch die Hochzeit gleichgeschlechtlicher Paare inszeniert. Mit Kleidern und Kinderwagen fordertedie Grüne Jugend Nürnberg zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare auf.

Korbinian Gall,Frauen- und genderpolitischer Sprecher der Grünen Jugend Bayern sagt hierzu: „Deutschland ist in dieser Hinsicht erschreckend zurückgeblieben: In Kanada, Teilen Amerikas, Spanien und Schweden können homosexuellen Paare heiraten; Staatsoberhäupter wie US Präsident Obama, der französische Präsident Hollande und selbst der konservative britische Premier Cameron sind Befürworter. Eine sogenannte „eingetragene Lebenspartnerschaft“, wie sie in Deutschland möglich ist, ist auch in rechtlicher Hinsicht keine gleichwertige Alternative.“

„Wir gehen auf die Straße, weil wir die gesetzliche Gleichberechtigungin Deutschland und internationalfordern. Noch immer werden Menschen mitvermeintlich„unüblicher“ sexuellerOrientierunggesellschaftlich geächtet, verfolgt und umgebracht, wie nicht zuletzt der Vorfall in Georgien zeigte. Dem müssen wir auch mit politischen Mitteln entgegenwirkenund da kann es nicht angehen, dass sogarin Deutschlanddie rechtliche Lagedermaßen diskriminierend ist!“, fügt Regina Prade, Sprecherin der Grünen Jugend Bayern hinzu.