Gestern war es soweit: CSU und FDP haben ihr Vorhaben eine zentrale SchülerInnendatenbank anzulegen in die Tat umgesetzt. Der Landtag beschloss, dass von nun an hochsensible Daten auf Dauer gespeichert werden sollen. Darunter sollen Lernschwächen, sonderpädagogische Förderungen, bisherige Misserfolge, aber auch Infos über die Eltern, deren Herkunftsland und Adressen, und sogar von ehemaligen Erziehungsberechtigten erfasst werden.

„Die Gefahren sind eindeutig: Die Kinder und Jugendlichen sind gebrandmarkt für ihre ganze schulische Laufbahn. Selbst wenn sie die Schule wechseln, ist ein Neuanfang nicht mehr möglich. Gerade bei jungen Menschen kann sich noch sehr viel entwickeln. Diese unnütze Datensammlung bindet junge Menschen an ihre so kurze Vergangenheit“, warnt Dimitra Kostimpas, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern.

„Aber nicht nur pädagogisch ist die Datenbank fragwürdig. Das System bietet keinen Schutz vor Missbrauch. Im Gegenteil: Eine zentrale Speicherung hoch sensibler Daten lädt erst recht zum Missbrauch ein. Ein Paradies für jeden Hacker und jede Hackerin. Wie kann man nur so leichtsinnig mit der Privatsphäre unserer Jüngsten umgehen?“ schließt Julian Kalks, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern ab.