Zur „Stopp“-Kampagne der Jungen Union, die eine Frauenquote für Parteigremien der CSU verhindern soll, erklären die Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern Dimitra Kostimpas und der Landesvorsitzende der Grünen Dieter Janecek:

„Dass ausgerechnet die jungen Frauen der Nachwuchsorganisation die Relevanz von struktureller Frauenförderung ignorieren, ist betrüblich. Der Vorschlag der Frauen-Union, 40% der Positionen in Führungsgremien für Frauen zu reservieren, ist nun wirklich keine weitgehende Forderung. Dass die CSU ein Problem mit der Frauenförderung hat, zeigt doch besonders ihr Frauenanteil in den Parlamenten, welcher durch die Forderungen unberührt bleibt: Im bayerischen Landtag liegt der Frauenanteil gerade einmal bei 20,3%, im Bundestag bei mickrigen 13,3%.

Frauen an 50% der Macht teilhaben zu lassen, ist eine zentrale Aufgabe der Politik. Die Frauenquote ist dabei kein Allheilmittel und muss von weiteren Maßnahmen flankiert werden. Dass sie aber ein extrem wirkungsvolles Instrument ist, zeigen die Grünen seit 30 Jahren. In keiner anderen Partei, geschweige denn in anderen gesellschaftlichen Bereichen sind annähernd 50% Frauen in Führungspositionen vertreten – ein absolutes Erfolgsmodell, das auch in der GRÜNEN JUGEND erfolgreich praktiziert wird. Das sollte doch auch die JU-Frauen überzeugen!“