Am 13. November 2013 drangen mehrere Bundeswehrsoldaten in eine Asylunterkunft bei Kitzingen, Unterfranken, ein und urinierten dort unter anderem auf die Wäsche der Asylsuchenden. Erst im Juni wurde der Fall öffentlich. Das Bundesverteidigungsministerium bezeichnete dies als „Zwischenfall“ am „Asylantenwohnheim”.

Korbinian Gall, Sprecher der Grünen Jugend Bayern, reagiert empört: „Dies zeigt: die bayerische Polizei und der Verfassungsschutz sind auf dem rechten Auge blind. So einen Fall acht Monate zu vertuschen, ist eine Frechheit. Von Bemühungen um Aufarbeitung ist keine Spur. Dies ist ein Skandal! Wir fordern sofortige Aufarbeitung und Konsequenzen bei den verantwortlichen Stellen.“

„Das Kleinreden von rassistischen Angriffen ist nicht hinnehmbar. Hier handelte es sich nicht nur um einen kleinen ‚Zwischenfall‘, sondern um eine ernsthafte Gefahr für Asylsuchende“, fügt Franziska Mack, Vorstandsmitglied der Grünen Jugend Bayern, an, „Rechtsextremismus muss endlich auch als solcher benannt werden. Aber indem das Bundesverteidigungsministerium Rassismus verharmlost, schützt es die Täter und gefährdet Asylsuchende immens.“