Ende Mai gab die „Schüler Union“, die SchülerInnenorganisation der Jungen Union, eine Pressemitteilung heraus, in der sie den bundesweiten Bildungsstreik als linksextrem motiviert bezeichnet und ein hartes Eingreifen der Polizei fordert.

Die GRÜNE JUGEND Bayern erklärt dazu:
„Die Schüler Union hat als einzige politische Jugendorganisation der SchülerInnenschaftsvertretung nicht begriffen, dass im Bildungssystem so einiges falsch läuft.“, meint Swantje Fischer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern. „Dabei haben inzwischen auch die Vereinten Nationen festgestellt, dass in unserem Bildungssystem noch immer der Geldbeutel der Eltern vor Intelligenz, Begabung und Engagement der Schülerinnen und Schüler zählt.“
Die Union halte wider besserem Wissens noch immer am dreigliedrigen Schulsystem fest und verwehre damit in Bayern nahezu 80% der jungen Menschen die Möglichkeit, sich überhaupt erst am Abitur zu versuchen. Die GRÜNE JUGEND Bayern hingegen trete für Eine Schule für Alle ein; eine Schule mit individueller Förderung und ohne soziale Selektion.

„Wir fordern den Rücktritt des Schüler Union-Vorsitzenden Younes Ouaqasse!“, so ihr Kollege Stefan Christoph, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern, „Wer die Polizei öffentlich zu gewaltsamem Vorgehen gegen friedliche Demonstrantinnen und Demonstranten aufruft ist nicht mehr tragbar für eine gesellschaftliche Funktion!“
Die Forderungen Ouaqasses könne man mit der Innenpolitik der SED vergleichen; auch in der DDR habe man versucht, gewaltlose Demonstrationen um die Änderung politischer Begebenheiten mit brutaler Polizeigewalt niederzuschlagen.
Es sei einer demokratischen Partei nicht würdig, solch eine Politik zu vertreten. „Ein Grund mehr, die CSU endlich vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen.“, meint Christoph abschließend.