Am Montag äußerte sich Dieter Janecek (Landesvorsitzender der
bayerischen Grünen) gegenüber der taz, er wolle, dass sich die Grünen
auch ein schwarz-grünes Bündnis offen halten, anstatt es von vorne
herein auszuschließen.

Dazu erklärt Florian Wilsch, Sprecher der Grünen Jugend Bayern:
„Janeceks Vorstoß zu einem schwarz-grünen Bündnis ist gerade zum
jetzigen Zeitpunkt völlig destruktiv und für uns völlig unverständlich.
Die Frage nach möglichen Koalitionen ist eine, die anhand unserer
Inhalte in der gesamten Bundespartei diskutiert werden muss. Warum
Janecek als bayerischer Landesvorsitzender genau jetzt im Alleingang
einen Vorstoß dazu macht, können wir nicht nachvollziehen.“

„Die inhaltlichen Schnittmengen mit CDU/CSU sind viel zu gering, um für
eine Koalition einzutreten“, ergänzt Anna Schmidhuber, Sprecherin der
Grünen Jugend Bayern „Unsere Wählerinnen und Wähler wünschen sich einen
echten politischen Wechsel, der mit der Union nicht erreichbar sein
wird. Für uns sollte deshalb bei der Bundestags- und Landtagswahl klar
sein: wir treten für eine Mehrheit jenseits von Union und FDP ein, um
mit grünen Ideen den gesellschaftlichen Wandel voranzubringen. Nicht
alle Koalitionen, die rechnerisch möglich sind, müssen wir uns auch
offen halten.“