NSU, Halle, Hanau: Ist Antifaschismus eine gesellschaftliche oder eine staatliche Aufgabe? Natürlich beides! Antifaschistische Arbeit ist im Moment wichtiger denn je, denn: Wir können und wollen den Rechtsruck in Deutschland nicht länger voranschreiten lassen. Wir mahnen: ALERTA, ALERTA!

Doch was ist (Anti-)Faschismus überhaupt? Welche antifaschistischen Strategien gibt es? Welche Konflikte gibt es innerhalb der antifaschistischen Szene in Deutschland? Bei unserem diesjährigen Schwerpunktseminar dreht sich alles um Antifaschismus und seine Hintergründe. Zwei Tage hinweg diskutieren wir über unsere antifaschistischen Vorstellungen in einer antifaschistischen Zukunft!

Das Teilnahme am Seminar ist ohne Vorwissen möglich und bereitet euch thematisch sehr gut auf den Landesjugendkongress (8. bis 10. Mai 2020) vor! Stattfinden wird das Ganze am 4. und 5. April 2020 in der Jugendherberge Augsburg. Fahrtkosten werden wie üblich zum Bahncard-50-Tarif erstattet, bzw. Bayerntickets zu den üblichen Konditionen übernommen. Die Verpflegung ist vegan.

Wir bitten um einen Teilnahmebeitrag von 10 €, von dem ihr euch selbstverständlich auch per Mail (vorstand@gj-bayern.de) befreien könnt. Ein höherer Beitrag, also Soli-Beitrag, ist natürlich auch immer willkommen! Die Anmeldung findest du hier auf der Website.

Wir freuen uns auf euch und ein konstruktives Seminar – die Anmeldung ist direkt gültig, sofern ihr nicht eine gesonderte Nachricht von uns bekommt!

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Zeitplan
Samstag
Bis 11:30 Uhr: Anreise
12:00 Uhr: Erwartungsabfrage & Kennenlernen
12:30 Uhr: Mittagessen
14:00 Uhr: Workshop 1 Was ist überhaupt (Anti-)Faschismus? Referent: Richard Rohrmoser.
16:00 Uhr: Pause
17:00 Uhr: Workshop 2 (Staatliche & Zivile) Strategien gegen Faschismus. Referentin: Jamila Schäfer
19:00 Uhr: Abendessen
20:30 Uhr: Filmabend

Sonntag
ab 9:00 Uhr: Frühstück
10:00 Uhr: Workshop 3 Widersprüche in antifaschistischer Bündnisarbeit. Referentin: Merle Stöver
12:00 Uhr: Mittagessen
13:30 Uhr: Reflexion & Feedback
ab 14:30 Uhr: Abreise

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Workshops

Workshop 1: Was ist überhaupt (Anti-)Faschismus? Von Richard Rohrmoser
Die »Antifa« polarisiert: Für viele leistet sie einen notwendigen Beitrag gegen Rechtsextremismus; Gegenstimmen vertreten den Standpunkt, dass sie aufgrund ihrer konfrontativen Praxis und der Infragestellung des staatlichen Gewaltmonopols eine Gefährdung der Demokratie darstellt. Insbesondere nachdem die AfD-Bundestagsfraktion im Herbst 2019 einen Antrag mit dem Titel »Antiextremistischer Grundkonsens in Politik und Gesellschaft – ›Antifa‹ ächten« einreichte, ist die Debatte über die Legitimität dieser linken Bewegung erneut entfacht. In seinem interaktiven Vortrag schildert der Zeithistoriker Richard Rohrmoser die lange und von vielen Krisen geprägte Geschichte der »Antifa«, stellt »traditionelle« sowie »autonome« Bündnisse vor und beschreibt deren zentrale Charakteristika.

Workshop 2: (Staatliche & Zivile) Strategien gegen Faschismus. Referentin: Jamila Schäfer
Text folgt.

Workshop 3: Widersprüche in antifaschistischer Bündnisarbeit. Referentin: Merle Stöver
In dem Workshop beschäftigen wir uns mit den Widersprüchen, mit denen wir in antifaschistischer Bündnisarbeit nahezu überall konfrontiert sind: auf der einen Seite steht die Notwendigkeit, sich antifaschistisch zu organisieren und den gesellschaftlichen Verhältnissen etwas entgegenzusetzen, auf der anderen die leidigen Debatten über Nahost und Antisemitismus oder Diskussionen über Feminismus. In den zwei Stunden schauen wir uns an, mit welchen Problemen wir bei #unteilbar und in anderen Kontexten konfrontiert sind, was theoretisch dahintersteckt und werden diskutieren, wie der beste Umgang damit aussehen kann. Merle Stöver schreibt aktuell ihre Masterarbeit am Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin und arbeitet vor allem zu den Themen Antisemitismus, Antiziganismus, Feminismus, Kritischer Theorie und Psychoanalyse.

 

Das Seminar ist abgesagt! Wir sind derzeit an einer Lösung dran, dass das Seminar Online stattfinden kann oder als Reader verschickt werden kann.

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