Horst Seehofer wurde mit den Stimmen von CSU und FDP zum neuen Bayerischen Ministerpräsidenten gewählt.

„Bereits in den Koalitionsverhandlungen wurde klar, dass der ‚deutlichste Kontrast zu schwarz‘ im Angesicht der Macht immer weiter verblasst.“, meint Swantje Fischer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, „Mit einem betrügerischen Wahlkampf hat es die FDP geschafft, nach Jahren wieder in den Landtag einzuziehen und bietet sich gleich der Partei als Koalitionspartner an, von der sie sich im Wahlkampf am deutlichsten distanzieren wollte.“

Die FDP hätte ihre Chance, in dieser Koalition Akzente zu setzen bereits verspielt. Daher bräuchte es eine starke Opposition, die in der nächsten Legislaturperiode Kontraste setzen müsse.

„Wir fordern die FDP noch einmal dazu auf, nicht kompromisslos und aus Machtgier jede Entscheidung der CSU abzunicken, und im Landtag konstruktiv zu arbeiten.“, fordert Fischer.

„Die Wahl Horst Seehofers zum Ministerpräsidenten ist eine Notlösung für die Bayerische CSU.“, erläutert Stefan Christoph, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern, weiter, „Denn der Strauß- Ziehsohn Stoiber hat es verpasst, kompetente und profilierte Nachwuchsförderung während seiner Regierungszeit zu betreiben.“

Seehofer zudem vertrete nicht die Mehrheit des Bayerischen Volkes: So stehe die Mehrheit der Bayern gegen Gentechnik; jedoch tragen sämtliche Freilandanpflanzungen gentechnisch veränderter Organismen in Deutschland die Unterschrift von Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer.
„Seehofer wäre damit der erste Bayerische Ministerpräsident, der nicht dem Bayerischen Landtag angehört.“, so Christoph weiter, „Damit hat er sich den Bayerischen Bürgerinnen und Bürgern nicht zur Wahl gestellt.“