Nach Green Peace Angaben ist Österreich das einzige Land der EU-15, das seine Kyoto-Ziele nicht mehr erreichen wird und somit abgeschlagenes Schlusslicht in der Europäischen Union. Das einstige Umweltmusterland Österreich ist binnen einer Dekade zum Klimaschutz-Schlusslicht in der EU verkommen.

„Unsere Nachbarn müssen sich ernsthaft fragen, ob sie mit solch suizidärer Politik nicht eine Lawine auslösen“, meint Florian Sperk (Sprecher der Grünen Jugend Bayern) und erläutert: „Die jungen Generationen verstehen hier keinen Spaß mehr! Die Alpenregionen und damit Österreich und das Bayrische Voralpenland sind von den Folgen des Klimawandels besonders stark betroffen. Wenn jetzt einzelne EU-Länder beginnen auszuscheren und ihre Klimaziele verfehlen, dann trifft das Österreich und uns besonders. Manchmal muss man sich fast fremdschämen.“

Anderen EU-Staaten ist es gelungen, ihre Kyoto-Ziele zu erreichen, indem sie ausreichende Klimaschutzmaßnahmen zeitgerecht initiiert haben. Während die Niederlande mittels umfassender Pkw-Maut den CO2-Ausstoß im Verkehr begrenzen konnten, gilt Deutschland seit Jahren als Vorbild bei Investitionen in Erneuerbare Energien. Andere Nationen wie Frankreich oder Schweden setzten erfolgreich auf eine aufkommensneutrale CO2-Steuer.

„In Bayern sind Solarzellen bald auf jeder Scheune installiert und über eine moderne, klimafreundliche Mobilität denken wir nach“, erläutert Eva Pumpurs (Sprecherin der Grünen Jugend Bayern) und meint: „Ich bin enttäuscht über unsere Nachbarn. Jetzt reißt euch mal zam! Mit den Uni-Besetzungen seid ihr ein europaweites Vorbild und im Klimaschutz könnt ihr nur Schlusslicht sein?“

Quellen:
http://www.greenpeace.at/news_klima_091117.html
http://www.parlament.gv.at/PG/PR/JAHR_2009/PK0987/PK0987.shtml