Heute findet in München ab 13 Uhr der Slutwalk beginnend am Sendlinger Tor statt. Die GRÜNE JUGEND Bayern unterstützt diesen und ruft zur Teilnahme auf.
Seit dem sich ein Polizist in Toronto vor etwa 4 Jahren mit den Worten „Frauen sollten sich nicht wie Schlampen anziehen, wenn sie nicht vergewaltigt werden wollen“ äußerte, gehen weltweit tausende Menschen zu „Slutwalks“ auf die Straße, um gegen die Verharmlosung und Rechtfertigung von sexualisierten Übergriffen zu protestieren.

Mariella Kessler, Frauen- und Genderpolitische Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern erklärt: „Wenn es um die Thematisierung sexualisierter Gewalt geht, stehen Mechanismen wie das sogenannte „victim blaming“, zu Deutsch Täter-Opfer-Umkehr, auf der Tagesordnung. Vergewaltigungsmythen führen dazu, dass fatalerweise immer noch eine Mitschuld beim Opfer, zum Beispiel durch das Tragen „aufreizender, provokanter“ Kleidung, gesucht wird. Das führt dazu, dass die meisten Frauen sich davor scheuen Anzeige zu erstatten. Wir sagen klar: Die Schuld liegt immer beim Täter und niemals beim Opfer!“

Eva Lettenbauer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, ergänzt: „Weiter ist für uns eines ganz klar: Dass eine Person sich nicht gegen sexuelle Handlungen wehrt, ist kein Konsens! Eine klare Zustimmung aller Beteiligter ist stets erforderlich! Dieses Prinzip sollte von Anfang an in den Sexualkundeunterricht integriert, sowie gesetzlich verankert werden. Daher rufen wir dazu auf gegen slut shaming, Sexismus und Rollenklischees auf die Straße zu gehen und Raum für sexuelle Selbstbestimmung und alle Formen von Liebe und Identität zu fordern!“