Heute bieten zahlreiche Unternehmen, Hochschulen und Universitäten im Rahmen des „Girls Day“ oder „Mädchen-Zukunftstag“ jungen Frauen die Möglichkeit in technische und naturwissenschaftliche Berufe hinein zu schnuppern.

Theresa Eberlein
, Frauen- und Genderpolitische Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, erklärt: „Junge Menschen in Berufe schnuppern zu lassen ist eine gute Idee. Die Gesellschaft darf sich dabei aber nicht hinter Pseudo-Maßnahmen verstecken und muss gezielt Rollenklischees aufbrechen. Denn es gibt kein ,typisch männlich‘ oder ,typisch weiblich‘. Das muss in einem ,Childrens Day‘ verdeutlicht werden, welcher neutral Einblicke in Berufe ermöglicht. Diese stereotypen Vorverurteilungen müssen täglich bekämpft und nicht nur an einem Tag scheinheilig gebrochen werden. Ein richtiger Ansatz dafür wäre endlich die Rollenbilder in Schulbüchern auf die Realität und unser heutiges Leben anzupassen!“

Eva Lettenbauer
, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, ergänzt: „Wir fordern, dass bereits in der Phase der Berufsorientierung an Schulen neutral informiert und aktiv den bestehenden Vorurteilen entgegen gewirkt wird. Es ist sehr wichtig erschwerte Zugänge zu vermeintlich typischen Männer- oder Frauenberufen gezielt zu suchen und zu beheben. Familienfreundliche Teilzeitarbeit oder Kinderbetreuung, die vor allem in ,typisch weiblichen‘ Berufen angeboten wird, muss auch in allen anderen Berufen ambitionierter gefördert und beworben werden! Viele Berufe, die aktuell vor allem von Frauen ausgeübt werden und oft sehr schlecht bezahlt sind, müssen finanziell endlich deutlich aufgewertet werden!“