Am Samstag, den 14.11.09, veranstaltete die Grüne Jugend einen Infostand zum Thema Tierschutz unter dem Motto „(Bio-)Klasse statt Masse“: gekämpft wurde für den Ökologischen Landbau und gegen Massentierhaltung als Form der Konventionellen Landwirtschaft.

Da dieses Thema schon lange in den Köpfen vieler Mitglieder der Grünen Jugend herumschwirrte, hieß es am Samstag: „Auf geht´s! Lasst uns endlich für mehr Gerechtigkeit in der Landwirtschaft kämpfen!“

Voller Motivation packten wir unsere benötigten Sachen für den Infostand, der mitten in der Münchner Fußgängerzone stehen sollte, zusammen. Mit dem fast überquellenden grünen Ziehwagen machten wir, das waren Gregor, Julian, Jonas und ich, uns auf den Weg. Dort angekommen, bauten wir unseren Infostand mit vielen bunten Bio – Gummibärchen, Bio – Tomaten, Hennenkostümen, Infoflyern und viel Infomaterial auf.

Und dann ging´s sofort richtig los: wir überzeugten viele Menschen, mehr auf die Nahrungsmittel, die sie täglich konsumieren, zu achten indem sie sich bewusst machen sollten, aus welcher Art der Landwirtschaft diese stammten.

Denn Massentierhaltung ist eine grauenvolle Form, um Nahrungsmittel für die Menschen herzustellen, da die Tiere nur noch als Wirtschaftsfaktor angesehen werden, um dem Betrieb möglichst viel Gewinn einzubringen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Dem Tier wird keine Würde und seinen Bedürfnissen kein Respekt mehr entgegengebracht.

Und dieses Verhalten kann und darf nicht mehr von unserer Gesellschaft akzeptiert werden, denn wir sind es, die die entscheidenden „Zügel der Macht“ im Konsumbereich in der Hand halten, da wir in Deutschland eine soziale Marktwirtschaft haben: das Prinzip des Angebots und der Nachfrage. Verbesserung kann erreicht werden, indem man Folgendes versucht:

  1. Den Fleischkonsum zu erniedrigen (denn wir nehmen viel mehr Fleisch zu uns, als wir benötigen) um dem Fleisch wieder seinen angemessenen Wert zurück zu geben

  2. Keine Produkte aus Massentierhaltung zu kaufen, stattdessen mehr aus Biologischem Landbau, woraufhin eine Kennzeichnung aller Lebensmittel, aus welcher Art der Landwirtschaft diese fabriziert wurden, unabdinglich ist

  • Auch wenn wir dafür ein bisschen mehr Geld ausgeben; ist das Gefühl, einem Tier ein glückliches Leben geschenkt zu haben und eine umweltfreundliche und naturnahe Form der Landwirtschaft unterstützt zu haben nicht viel schöner, als der Gedanke heute wieder einmal ein „Schnäppchen“ gemacht zu haben ?

Denn nur auf diese Weise kann ein respektvoller Umgang mit den Geschöpfen der Erde und somit mit dieser ermöglicht werden, der doch so wichtig ist, um ein korrektes und artenfreundliches Leben auf der Welt zu schaffen, in der wir gerne leben.

Danken möchten wir hiermit C. H., Florian Sperk, Janek Heß und Fabian Lieke für die Unterstützung zu den Vorbereitungen der Aktion und dem Ortsverband Herrsching, der uns die tollen Hennenkostüme geliehen hat.

von Anne Thiel