Am Wochenende forderte die JU auf ihrem Deutschlandtag unter anderemdie Abschaffung verfasster Studierendenschaften und subventionierter Semestertickets. Florian Wilsch, Sprecher der Grünen Jugend Bayern, erklärt dazu:

„Hochschulpolitisch schießt sich die Junge Union damit ins Abseits. Die Junge Union setzt mit ihrem Beschluss ein deutliches Zeichen gegen Demokratie an Hochschulen. Studentische Mitbestimmung ist eine wichtige Grundlage für gute Universitäten: allgemeine studentische Ausschüsse leisten für Studierende auf nahezu unbezahlter Basis wichtige Arbeit. An den bayerischen Universitäten fällt es stark auf, dass solche zentralen Bestandteile in der studentischen Mitbestimmung fehlen.“

Auf ihrem Parteitag in Rosenheim forderten die bayerischen Grünen auf Initiative der Grünen Jugend Bayern und Campusgrün Bayern unter anderem die Einführung der verfassten Studierendenschaft, ein Semesterticket nach dem Vorbild von Nordrhein-Westfalens, das im ganzen Bundesland gültig ist und die Abschaffung des Numerus Clausus bei Hochschulzulassungen.

Sarah Wetzel, politische Geschäftsführerin der Grünen Jugend Bayern, ergänzt: „Gerade in Bayern besteht ein besonders großer hochschulpolitischer Nachholbedarf: es gibt kaum gesetzlich vorgeschriebene studentische Mitbestimmung, ÖPNV-Tickets für Studierende sind unter anderem in München extrem teuer und Studierenden werden viele Hürden in den Weg gelegt. Wir setzen uns mit den bayerischen Grünen dafür ein, dass diese Missstände nächstes Jahr bei der Landtagswahl beseitigt werden.“