Am vorgestrigen Donnerstag verabschiedeten der Bund und die WissenschaftsministerInnnen der Länder den so genannten „Hochschulpakt 2020“. Die GRÜNE JUGEND Bayern erklärt dazu:

„Wir begrüßen es, dass Bund und Länder sich dazu entschlossen zu haben, die Studiensituation in Deutschland zu verbessern“, erklärt Swantje Fischer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, „aber wir erwarten eine konsequente Umsetzung des Paktes!“
So dürfe der neue Hochschulpakt nicht zu Lasten der Studierenden oder des Lehrpersonals gehen.
„Wir sehen die Gefahr, dass der Freistaat hier Gelder zur Sanierung der öffentlichen Haushalte wittert.“, so Fischer weiter, „Das Geld aus dem Hochschulpakt muss eins zu eins in die Forschung und Lehre der Hochschulen fließen!“

„Der Freistaat Bayern darf nicht einfach mangelndes Lehrpersonal durch vergrößerte Seminare und Kurse ausgleichen und das Geld dann selbst einsacken!“, meint ihr Kollege Stefan Christoph, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern, „Stattdessen muss die Lehrsituation an Universitäten verbessert werden.“
Der Freistaat dürfe nicht Etatlöcher durch Zweckentfremdung der Bundesmittel stopfen.
„Stattdessen soll der Freistaat sich endlich auf Chancengleichheit besinnen und die unsozialen Studiengebühren abschaffen!“, fordert Christoph weiter, „Schon heute zeigt sich an den Universitäten, dass dieses Konzept nicht aufgeht.“
Anstatt eine Verbesserung der Lehre zu bewirken oder Studiengänge aufrecht zu erhalten würden an Universitäten mit Geldern aus den Studienbeiträgen beispielsweise Stühle mit Lasergravur gekauft. Die GRÜNE JUGEND Bayern befürchtet ähnlichen Umgang mit den Geldern aus dem Hochschulpakt 2020.