In der Nacht vom 11. auf den 12.12. wurde im mittelfränkischen Vorra offensichtlich mit rechtsradikalem Hintergrund ein Brandanschlag auf eine zukünftige Unterkunft für AsylbewerberInnen verübt. Die Grüne Jugend Bayern verurteilt diesen Anschlag.

Anna Schmidhuber, Sprecherin der Grünen Jugend Bayern, zeigt sich bestürzt: „Auch wenn dieses Mal keine Menschen zu Schaden gekommen sind, so zeigt sich in Vorra doch, dass erst etwas passieren muss, bevor bürgerliche Kräfte und auch die Medien reagieren. In unmittelbarer Nähe der geplanten Unterkunft trafen sich regelmäßig Gruppen von Neonazis, die auch schon in der Vergangenheit durch rechte Parolen auffielen. Durch mehr Aufmerksamkeit von staatlicher Seite zu einem früheren Zeitpunkt hätte hier vielleicht der Anschlag verhindert werden können. Es ist unter anderem dringend angezeigt, bestehende antirassistische Initiativen zu fördern und geeignet zu unterstützen.“

Korbinian Gall, Sprecher der Grünen Jugend Bayern fügt entrüstet hinzu: „Vorra ist kein Einzelfall. Alle paar Wochen werden Rechtsradikale von der CSU, durch hetzerische Forderungen wie „Wer betrügt der fliegt“ oder der Deutschpflicht zu Hause ermutigt, ihr Gedankengut offen zu zeigen. Rassismus ist zwar noch nicht salonfähig, aber in Bayern definitiv wirtshausfähig. Rechtspopulismus führt nicht dazu, dass die Nazis dieser Gesellschaft verschwinden, sondern, dass ihre Stimmung immer weiter angeheizt wird. Scheuer und Co handeln fahrlässig und schüren solche Verbrechen.“