Alljährlich wird der 17. Mai als Internationaler Tag gegen Homophobiebegangen. Menschen jeder sexuellen Orientierung und Identität kämpfen andiesem Tag gegen die gesellschaftliche Diskriminierung von Menschen, dienicht der vermeintlichen Norm von Heterosexualität und festenGeschlechterrollen entsprechen. Am Münchner Stachus demonstrierte die GRÜNE JUGEND mit vielen anderen Aktivistinnen und Aktivisten unter demMotto „Vorurteile platzen lassen“. Auch in Nürnberg veranstaltet dieGRÜNE JUGEND eine Same-Sex-Wedding Aktion.

Jamila Schäfer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND München erklärt: „Nicht-heterosexuelle Menschen leiden nach wie vor unter großergesellschaftlicher Diskriminierung. Neben der gesetzlichenUngleichbehandlung im Ehe- oder Adoptionsrecht ist Ausgrenzung aufgrundder Sexualität an Schulen, Ausbildungsplätzen und Unis oder amArbeitsplatz nach wie vor weit verbreitet. Eine aktuelle Studie derEU-Grundrechte-Agentur nennt erschreckende Zahlen: über 66% versteckenaus Angst vor Diskriminierung, ihre nicht-heterosexuelle Orientierung.28% der Transsexuellen wurden in den letzten Monaten mehr als dreimalangegriffen oder bedroht.“

„Besonders junge Menschen, die nicht der heterosexuellen Normentsprechen, leiden unter offener, aber auch subtiler Diskriminierung“, fügt Marcel Rohrlack, Frauen- und Genderpolitischer Sprecher der GRÜNENJUGEND Bayern hinzu. „ Wir kritisieren außerdem stark die Kultur dessogenannten „Coming Outs“, welches nicht-heterosexuelle Menschen dazudrängt, sich zu ihrer scheinbar unormalen sexuellen Orientierung zubekennen. Die Jugendlichen werden dadurch enorm unter Druck setzt, dieFolgen sind fatal: die Selbstmordrate nicht-heterosexueller Jugendlicherist vier- bis siebenmal höher, als die gleichaltriger Jugendlicher.“