Nach dem Massaker von Newtown ist auch in Deutschland wieder eine Debatte zum Waffenbesitz ausgebrochen.

Hierzu erklärt Florian Wilsch, Sprecher der Grünen Jugend Bayern:
„Auch wenn wir in Deutschland und Bayern von einer Gesetzgebung wie in den Vereinigten Staaten von Amerika weit entfernt sind, sehen wir auch hier Handlungsbedarf. Die Grüne Jugend Bayern fordert stärkere Regulierungen für den privaten Schusswaffenbesitz: Zu viele Amokläufe wurden mit der Schusswaffe eines Elternteils durchgeführt, die nicht ausreichend vor dem Zugriff durch Kinder geschützt war. Die Nutzung von Waffenschränken hat sich nicht als wirksames Mittel dagegen herausgestellt. Wir fordern die Bundesregierung deshalb dazu auf, die private Lagerung von Schusswaffen grundsätzlich zu verbieten, um Sicherheit und bessere Überprüfbarkeit zu gewährleisten.“

„Aber auch in Bayern ist es möglich,umgehend die Gesetzgebung anzupassen.“ ergänzt Anna Schmidhuber, Sprecherin der Grünen Jugend Bayern. „Wir fordern regelmäßige verdachtsunabhängige Kontrollen bei allen Waffenbesitzerinnen und -besitzern. Hierzu ist auch eine Aufstockung des Personals in den Waffenbehörden notwendig. Die Finanzierung der Waffenbehörden und alle weiteren Kosten, die in der Verwaltung des privaten Waffenbesitzes entstehen, sollen komplett durch eine Abgabe gedeckt werden, die von allen in Bayern, die eine Waffe besitzen zu entrichten ist. Der Gebrauch von Schusswaffen darf nicht als Sport betrachtet werden, der durch die staatliche Finanzierung der dadurch entstehenden Kosten subventioniert wird.“