Am 26.9. gab Dieter Janecek, Landesvorsitzender der bayerischen Grünen, gegenüber Sat1 Bayern ein Live-Interview, in dem er die jüngsten Ereignisse kommentierte und versuchte, grüne Fehler im Wahlkampf zu skizzieren.

Anna Schmidhuber, Sprecherin der Grünen Jugend Bayern kommentiert dieses Interview wie folgt: „Das Argument, das Dieter Janecek derzeit als Teil einer schonungslosen Analyse des grünen Wahlkampfs vorbringt, ist kein neues. Es ist das selbe, das er vor einigen Monaten selbst in die innerparteiliche Programmdebatte eingespeist hatte, als es um die Ausgestaltung des grünen Steuerkonzepts ging. In seinen Augen wäre ‚der Mittelstand‘ Opfer eines grünen Steuerkonzepts. Mit diesem Argument konnte er sich gemeinsam mit anderen ‚Spitzenrealos‘ nicht gegen die Parteimeinung durchsetzen und bringt das Argument nun im Nachgang als Teil einer vermeintlich schonungslosen Analyse.“

„Janeceks Aussage, ‚der Mittelstand‘ fühle sich betroffen von den Grünen Steuerplänen ist scheinheilig. Selbst ein Deutungsangebot zu liefern, um es später als Problem des Wahlkampfs zu stilisieren, könnte einen parteiinternen Profilierungsversuch des eigenen Lagers vermuten lassen. Gerade die Möglichkeit für den politischen Gegner an Argumente grüner Realos anzuschließen hat es den grünen Mitgliedern an den Infoständen unnötig schwer gemacht, die Notwendigkeit eines ausgewogenen Finanzierungskonzepts für die grünen Pläne einer solidarischen Gesellschaft darzustellen“,ergänzt Korbinian Gall, Sprecher der Grünen Jugend Bayern, und erklärt weiter: „Jetzt Inhalte des Wahlprogramms für den Ausgang der Wahl verantwortlich zu machen, halten wir klar für den falschen Weg.“