Seit 2004 hat die GRÜNE JUGEND jedes Jahr eine Waldwoche veranstaltet und auch dieses Jahr gibt es sie wieder. Die Waldwoche 2011 findet vom 2.5-9.5.2011 statt.

„Bayern ist zu ca. einem Viertel mit Wald bedeckt. Davon ist viel Wald der wirtschaftlichen Verwertung ausgesetzt. Wir fordern, dass mindestens ein Drittel der Erdoberfläche renaturiert wird, die anschließend nach Möglichkeit frei von menschlichen Eingriffen bleibt. Viele Flächen im Nationalpark Bayerischer Wald sind noch nicht vollständig aus der Nutzung genommen. Mit der aktiven Bekämpfung des Borkenkäfers wird im neuen Teil des Nationalparks sogar massiver ökologischer Schaden angerichtet. Wir fordern einen sofortigen Stopp dieser Bekämpfungsmaßnahmen“, erläutert Miriam Werner, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern die Position der bayrischen Jugendorganisation von Bündnis 90/Die GRÜNEN.

Dimitra Kostimpas, ebenfalls Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern, fügt dem hinzu, dass der Fichtenborkenkäfer ein nützlicher Helfer beim Waldumbau sei, der zur forstlichen Biodiversität beitragen würde. Wo durch ihn Fichten absterben würden und das Totholz im Wald liegen bleiben dürfe, würden eine Vielzahl verschiedener Laub- und Nadelbäume nachsprießen. Sie fordert: „Es muss weniger Holz verbraucht werden, damit weniger Wald gerodet werden muss. Ein verbindliches Ziel muss sein, den Flächenverbauch in Bayern bei 0 Hektar festzusetzen und mehr Flächen, insbesondere den Steigerwald, in Nationalparks umzuwandeln. Zudem setzt sich die GRÜNE JUGEND Bayern für die vermehrte Nutzung von Recyclingpapier ein. Nur wenn auch wir alle einen Beitrag leisten, dann kann der Wald geschützt werden.“